Altbau modernisieren mit einfachen und natürlichen Mitteln

Altbau modernisieren , renovieren , sanieren

Einen Altbau modernisieren soll gründlich und gut organisiert sein . Besonders die Auseinandersetzung mit den typischen Erscheinungsbilder des Verfalls ist die Basis für eine gelingende Sanierung .
Gerade hier kann das Engagement des Bauherrn in Bezug auf Verantwortung , Qualität und Kostenkontrolle eine zentrale Rolle spielen .
Aus möglichst vielen Blickwinkeln fasse ich dir wichtige Punkte zusammen . Von der Baubegehung über die amtliche Genehmigung bis zur Fertigstellung .
Zeitlich sehe ich Altbauten bis zum Ende der Weimarer Republik etwa 1930 .
Aus Gründen eines angenehmen Wohnklimas , Verantwortung und Unabhängigkeit , tendiere ich zu einfachen wie natürlichen Mitteln .

Attraktivität von Altbauten

Wo liegt die Faszination von Gebäuden früherer Jahrhunderte ?
Einen Altbau zu modernisieren braucht schon ein gewisses Maß an Idealismus und Schöngeist . Schließlich will man einen Komfort annähernd den von Neubauten erreichen und dabei ein einzigartiges Ambiente schaffen .
Nachfolgende Punkte geben dir vielleicht etwas Inspiration .

– Altbauten sind aus Baumaterialien , die größtenteils noch in natürlicher Produktion mit viel
Handarbeit entstanden sind . Daher sind sie:
Individuell erdachte und entstandene Gebäude noch vor einer durchgehenden Standardisierung
– Mit dem Gebäude verbundene Ereignisse , Vorkommnisse , Geschichten
– Altes Handwerk , sichtbar in Holzverbindungen , Werksteinen und Schmiedearbeiten
– Klassische Baukunst mit harmonisch wahrgenommenen Proportionen
– Die Möglichkeit zur Renovierung mit eigenen Mitteln und Talent
– Multifunktionale Nutzung für Gewerbe , Büro , Handel und privat
( In Altbaugebieten war seinerzeit das Gewerbe ein integraler Teil des Umfelds )
– Der Ausbau nutzt den brachliegenden Wohnraum / Grundfläche , was zum Erhalt von
Freiflächen beiträgt
– Schrittweise Modernisierung und Kostenersparnis durch Wohnen auf der Baustelle
– Kontrastreiche und abwechslungsreiche Gestaltung und vor allem Kombination von alter
Bausubstanz mit moderner .

Mögliche Nachteile von Altbauten

Eine unklare Konzeption ist der Vorreiter eines nicht enden wollenden Bau mit hohen Folgekosten . Eine Sanierung wird daher erst nach Ausschluss und Überlegung der Machbarkeit von verschiedenen Gegebenheiten angegangen .
Investoren scheuen sich vor einer Altbaumodernisierung , weil sie ein kundiges Augenmaß erfordert und sich nicht ohne weiteres bis gar nicht in Bau – Standardverfahren durchführen lässt .
Dieses macht manches unumgänglich , aber auch vieles überflüssig .
Weil vermeintlich im Altbau die Sanierungsplanung nicht vollständig zu erbringen ist , weicht man oft auf Regiestunden zur Auftragserledigung aus . Hier gerät dann auch die finanzielle Planung ins Wanken .
Folgende Punkte sind gewissermaßen die Hotspots , die nach besonderer Zuwendung verlangen :

  • Feuchte Fundamente / Kellerwände

  • Schädlingsbefall durch Insekten und Pilze

  • Holzfäulnis und Korrosion

  • Kontaminierung durch reaktive Stoffe der Bauchemie / unsachgemäße Sanierungen

  • Statik und Bausubstanz des Dachstuhls für einen Aufbau nicht gegeben bzw. ungenügend

  • Begrenzte Veränderbarkeit durch Auflagen oder der Konstruktion

  • Geringe Raummaßen und Höhen , besonders im ländlichen Raum

Um sich einen ganzheitlichen Blick zu verschaffen , werden all diese Punkte in ein Protokoll übertragen und geprüft .

Planung zum Kauf oder Altbau modernisieren

Ob und inwieweit ein bauliches Erbe dem Denkmalschutz unterliegt , ist auch unter baurechtlichen Punkten von Bedeutung . Die raumplanerische Einbindung sowie Entwicklungsfähigkeit kann davon betroffen sein und muss daher unter Umständen mit der Behörde abgestimmt werden .

Je nach Haustyp entstehen Möglichkeiten und Einschränkungen . So kann ein verputztes Fachwerkhaus mit der Freilegung der Balken nach außen hin zum Highlight werden . Die Möglichkeiten der Isolierung lassen sich dann nur innen durchsetzen , wobei Wärmebrücken zu tolerieren sind und sich das Raummaß verringert .
Dagegen haben die großzügig bemessenen Mauern von Gründerhäusern an sich schon relativ gute Dämmwerte .
Ein weiterer qualitativer Aspekt der Planung ist die Baubiologie sowie altersgerechtes Bauen . Auch von der jüngeren Generation wird eine hohe Barrierefreiheit positiv aufgenommen .
Dazu gehört auch bei einer Neuaufteilung die Abstimmung zu anderen Wohnungen und Parteien .

Wie viel der Bauherr an Eigenleistung bringt , hängt von seinem Engagement , der verfügbaren Zeit und auch seinen Fähigkeiten ab .
Sinnvoll bis notwendig ist eine Baukostenermittlung , die beispielsweise sehr gut über die Bauteile und deren zu Grunde liegenden Einheiten erbracht werden kann .
Dabei sind Punkte von Schlüsselpositionen zusammengefasst , so wie anhand des Beispiel „Erneuerung einer Tür“ . Neben dem Türblatt und der Zarge , dem Herstellen des Wanddurchbruchs und dem Einbau des Sturzes , ist letztlich auch der Beiputz an der Wand enthalten .
Mit dieser Methode ist es möglich , in relativ kurzer Zeit mit einer überschaubaren Menge von Einzelpositionen einen brauchbaren Kostenrahmen zu ermitteln .
Mehrkosten entstehen durch Sonderprobleme , die vorab besprochen und über Nachträge abgerechnet werden . Eine Toleranz von etwa 5 bis 10 Prozent können so dem Kostenrahmen dazu addiert werden .
Die Kommunikation zwischen den Parteien sollte klar und deutlich sein und dabei den jeweiligen Verantwortungsbereich abstecken .
Eigenleistungen von Freunden und Familienmitgliedern können bei der Berufsgenossenschaft angemeldet und abgerechnet werden .
Eine Bauherrenhaftpflicht sowie Bauleistungsversicherung geben dem Projekt die nötige Absicherung im Schadensfall . Nicht zu vergessen ist das Projekt “Altbau modernisieren” der bestehenden Gebäudeversicherung mitzuteilen . So vergewisserst du dich , dass im Schadensfall die Versicherung auch greift .
Für viele gehört ebenso ein Rechtsschutz zu einem solchen Bauvorhaben .

Baubegehung , Aufmaß und Protokoll

Damit du ein möglichst umfängliches Bild einer interessanten Altbau – Immobilie bekommst , erstellst du ein Protokoll .
Beachte dabei , dass vorhandene Bestandspläne nur in den allerseltensten Fällen mit der Realität übereinstimmen . Auch sind sie nach Experteneinschätzung häufig nicht vollständig und teilweise sachlich falsch .
Es lohnt sich jedenfalls nachzuforschen , ob Pläne neueren Datums auffindbar sind . Hilfreich können mitunter Zeichnungen von Handwerkern sein , so wie von einem nachträglichen Heizungseinbau .
Erst danach wird die verbindliche technische Bestandsaufnahme durchgeführt . Sie dient als Grundlage für die Kostenberechnung mit einer Abweichung von plus-minus 10% .
Die Bestandsaufnahme umfasst und bewertet sämtliche Bauteile hinsichtlich Funktionstüchtigkeit , Zustand und Qualität . Mängel und Schwachstellen sind durch Codes in Plänen zu vermerken .
Der Aufwand einen Altbau zu modernisieren wird besonders an nicht einsehbaren Konstruktionen nicht selten unterschätzt . Dazu gehören Holzbalkendecken , Installationen , Verankerungen , um nur einige zu nennen . – Das Sichtbare hingegen wird normalerweise überschätzt !
Wichtig ist auch die Frage nach eventuell vorhandenen Denkmal- sowie Brandschutzauflagen .
Nach Abgleich mit den finanziellen Ressourcen und den Nutzungsperspektiven kannst du den Altbau modernisieren .

Ein begradigtes Archtiktenaufmaß ist in den allermeisten Fällen ausreichend .
Selten nötig dagegen ist es , das Aufmaß verformungsgerecht zu erstellen . Ein solches bildet alle Bauteile in ihren tatsächlichen Krümmungen und Lagen ab . Gestalterische wiederverwendbare Elemente wie Holzbauteile und andere , sollten so aufgenommen werden , dass sie ihren festen Platz erhalten können .
Eine umfängliche Protokollisierung  beinhaltet eine Fotodokumentation , denn sie kann im Falle eines Beweissicherungsverfahrens sehr wertvolle Informationen liefern .
Aus diesem Grund werden angrenzende Bauteile mit eventuell bestehenden Schäden , auch die des Nachbargebäudes , mit Kurztext und Lokalisierung aufgenommen .
Im Detail sollten Länge und Tiefe wie bei Rissen und Setzungen notiert werden und dann während des Baufortschritts beobachtet werden .

Vergiss nicht das Grundstück zu untersuchen auf  Wasseradern , unterirdische Verwerfungen , Energielinien , Gitternetze und Kreuzungspunkte .
Sie haben einen direkten Einfluss auf das natürliche Magnetfeld des Gebäudes .
Radon kann besonders in natürlichen Kellern vorkommen mit Schwerpunkten in Süd- und Ostdeutschland . Hauszuleitungen , Trafostationen und Sendemasten aus der unmittelbaren und näheren Umgebung geben Aufschluss über elektrische und magnetische Felder .
Tauchen Lärmfaktoren auf ? Züge , Flugzeuge , Traktoren , erhöhtes Verkehrsaufkommen zu Stoßzeiten und etliches andere kannst du im Vorfeld ausmachen .

Denkmalschutz , Status und Pflege

Offiziell bedeutet der Denkmalschutz eine Zuweisung des Status „unveränderter Erhalt“ .
Der ist aber nicht in Beton gegossen , um mal eine der sich reichlich anbietenden Metaphern zu nehmen .
Ein solcher Status ist während des Altbau modernisieren ‘s mit der Behörde im Sinne der Interessensparteien formbar !
Im Amtsdeutsch heißt das in etwa: „Suchen nach sinnvollen Weiternutzungen und Modernisierungen im Kontext der Besonderheit des Bestands „ .

Schadensbild Pilz

Die Außenmauern wurden traditionell über dem übererdigen Sockel entlüftet . Doch während des Altbau modernisieren ‘s wird er meist verputzt , mit einer Horizontalsperre versehen oder gar ersetzt . Daher ist die Feuchtigkeit eines Kellers an sich schon ein häufiger Grund zur Sanierung . Wenn dann noch die richtigen klimatischen Bedingungen herrschen , dann hat der Pilz eventuell schon Quartier bezogen .
Trockenes , unter 10 Prozent feuchtes Holz hingegen wird von Pilzen und Insekten gemieden .
Unter den Pilzen ist der Hausschwamm der hartnäckigste , denn er überwindet als Pionier auch trockenes Holz und Mauerwerk . Dafür hält er den Kontakt zur Feuchtigkeit an anderen Stellen .
Prinzipiell brauchen Pilze ein saures Milieu in gebundenen Kohlenstoffen .
Seine Sporen verbreitet er über die sichtbaren Fruchtkörper , die einen typischen Geruch erzeugen .
Als Untersuchung auf Pilz und Schadinsekten kommen neben der Sichtprüfung , ein Abklopfen , eine Feuchtigkeitsmessing , Materialabnahme für das Labor , das Endoskop sowie eine Bohrtiefenmessung zum Einsatz .
Wenn du einen Pilzbefall feststellst , dann kalkuliere einen Meter Quarantäne um den Pilz für die Behandlung mit ein .
Dazu muss bei einem Mauerbefall der Putz abgetragen werden , um anschließend das Mycel abzufackeln oder abzubrennen .
Weiterhin wird das Mauerwerk angebohrt , mit Lösungen versehen und ein Kalkputz aufgebracht . Als Farbe eignet sich eine einfache Mischung auf Mineralbasis wie Kalkschlämme oder Kalkmilch , evtl. mit Farbpigmenten .
Bei Bodenbefall wird der Belag 20cm tief abgegraben , mit Rollkies aufgefüllt und mit einem Zementestrich bedeckt .

Schadensbild – Insektenbefall

Ein äußeres Erkennungsmerkmal sind die runden Ausflugschneisen von Fluginsekten und zu Tage getretener Lochfraß .
Ein Abklopfen entlarvt ebenso die meisten Schädlinge . Zur Sanierung werden stärker befallene Hölzer durch Bebeilen und Abstemmen von dem verwurmten Substrat befreit .
Um die Stabilität darunter nicht leiden zu lassen , werden solche Teilstrecken später verstärkt .
Häufig aber reicht schon eine Hitzebehandlung aus , bei der ab 55°C Umgebungstemperatur die Larven im Holzinneren absterben .
Dabei sind die klimatischen Spitzenwerte zu kontrollieren , denn auch das Holz kann bei hoher Hitze und dem Entzug von Feuchtigkeit Schaden nehmen .
Flankiert werden solche Maßnahmen durch den Eintrag von Bohrsalzen in eigens dafür angebrachte Löcher bei unzugängliche Stellen . Der Kristallisationsprozess im Holzinneren verändert das Milieu und die Insekten bleiben fern .
Zur zusätzlichen Vorbeugung solltest du die Räume gegen Einflug sichern . Lehm und Kalk eignen sich ebenfalls zum Schutz des Holzes und atmen gewissermaßen mit dem Holz mit .

Schadensbild „reaktive Stoffe – Biozide / Pestizide“

So mancher Besitzer begegnet beim Altbau modernisieren dem Problem von Altlasten .
Gerade in den 1970er Jahren wurden Holzschutzmittel mit Bioziden und  Pestiziden verarbeitet . Aufgrund von einigen aufsehenerregenden Prozessen wegen hoher gesundheitlicher Belastung ist man von diesen Problemstoffen abgekommen .
Ob ein Bestand mit solchem Material kontaminiert ist , prüft man am besten anhand einer Staubanalyse sowie einer Luftprobe .
Um sie definitiv auszuschließen ist eine Laboruntersuchung nötig . Ein in Alufolie gewickelter Span reicht als Muster .
Frühzeitige Kontrollmessungen sind für die Planung von fundamentaler Bedeutung .

Altbaudach modernisieren

Alte Dächer sind meist steil und die Böden bieten viel Platz .
Eine neue Schalung oder Dachhaut bringt Stabilität und wird in der Regel mit Nut und Federbrettern ausgeführt .
Im Grunde sind alle Balken des Dachs ein statisches Bauteil .

Für die Isolierung empfehle ich dir Holzdämmmatten oder ein anderes gleichwertiges Produkt  . Einziges Manko gegenüber der Mineralwolle ist der höhere Preis . Dafür ist die Zellstoffvariante schwerer , wirkt feuchtigkeitsregulierend und seine Bestandteile sind komplett abbaubar . –
Auch im menschlichen Organismus und allein deswegen ist sie schon die Anschaffung wert !
Eine dichtere und somit schwerere Isolierung , so wie die Holzwolldämmmatte , bietet zudem im Sommer besten Schutz vor Überhitzung . Und auch der Schallschutz ist durch das höhere Gewicht besser . Wie bei der Dampfbremse ist auf eine saubere und dichte Isolierung zu achten , um Kältebrücken und Zuglöcher zu vermeiden .

Die Dachpappe oder neuerdings auch Unterspannbahn , ist auf der Außenseite eine dünne wasserabweisende wie diffussionsoffene Haut . Sie schützt die Dachstuhlkonstruktion vor ansammelnder Feuchtigkeit .
Die innere „Gegenhaut“ ist die Dampfbremse aus PE und hat etwa 0,2mm Stärke .
Stöße sind abzukleben und verzwickte Stellen , so wie an Gauben und Dachfenster ,- mit erhöhtem Zeitaufwand und Akribie abzudichten .

Einen Altbau modernisieren beinhaltet bautechnische Schritte , die sich bewährt haben und über die allgemein Konsens besteht . So auch die Hinterlüftung bei der Dachisolierung , die sich innen zwischen Dachschalung und der Isolierung befindet .
Sie nimmt eine Höhe von 4 – 5cm ein und verläuft von der Traufe bis zum First . Eine weitere Variante ist die Sparrenvolldämmung , wenn bspw. die Sparrenhöhe nicht ausreicht .
Bei ihr wird eine Dampfsperre als luftdichte Barriere innen angebracht und außen kommt eine dafür geeignete Unterspannbahn auf die Dachhaut .
Außen auf der Unterbahn ist die Höhe der Hinterlüftung zwischen Konter-, und Dachlattung mit mindestens 4cm auszuführen . Die sind notwendig , denn im Traufbereich wird der Luftsog reduziert durch das Anbringen des Tier-, oder Fliegengitter .

Das Denkmalschutzamt bevorzugt in der Regel Tonziegel . Die sorptive Eigenschaft des Tons als Baumaterial ist generell geschätzt und auch am Dach durchaus von Vorteil . Allerdings ist die äußerste Dachhaut permanent der Witterung ausgesetzt und ein leicht gebrannter Ton kann besonders bei Frost immer ein klein wenig Schaden nehmen . Gesinterte Ziegel lassen keine Kapillarwirkung mehr zu und haben eine längere Haltbarkeit . Dem gegenüber steht wiederum der höhere Preis und der gesinterte Ziegel ist kaum feuchtigkeitsregulierend . Beide Varianten haben ihren Reiz und die Ziegel sind einfach zu ersetzen . Die Entsorgung dürfte auch noch in einigen Jahrzehnten kein Problem sein . Die Verwendung von Schiefer ist meistens von der Region abhängig  .
Es ist kein Standardprodukt und muss daher vom Dachdecker in Handarbeit behauen und vernagelt werden . Jedoch ist die Haltbarkeit dieses versteinerten Tonschlamms überragend .

Neuheiten zur Dachsanierung

Interessant ist ein neues System , bei der die Schalung in Form von ineinander greifenden Platten aus verpresster Holzwolle aufgelegt wird . Die in unterschiedlichen Stärken verfügbaren und naturharzgebundenen Platten erfüllen gleich drei Funktionen: Schalung , Unterspannbahn und Rispenband . Sie sind in erster Linie für den Neubau , wohl weil alte Dachstühle sich in ihre gewachsene Richtung verdrehen und Verwerfungen aufweisen . Wenn das allerdings sich in einem toleranten Rahmen bewegt , spricht wenig gegen diese Variante .

Mauern

Wenn du deine Außenmauern isolieren willst aufgrund dünner Wände etwa , dann veränderst du damit das Gesamtgefüge in seiner Funktion . Allgemein gilt , dass der Frostpunkt einer Wand nicht zu sehr nach innen verschoben werden soll .
Mit von der Partie ist die Wärmespeicherfähigkeit von Sonnenwärme bei den Außenmauern . Die geht zum großen Teil bei einer Außenwanddämmung verloren .
Die Lösung wird in jedem Fall ein Kompromiss sein zwischen Machbarkeit , Raumverlust und optischer Beeinträchtigung .
Holzwolldämmmatten können außen wie innen montiert werden . Innen hat eine Isolierung generell den Vorteil , dass die Aufheizperioden sich deutlich reduzieren bei einer Faserisolierung . Zusätzlich wird die Gefahr eines Oberflächenkondensats verringert .
Das bauen mit Lehm ist ebenso sinnvoll und eine Vorsatzschale aus Stampflehm oder weich gebrannten Lehmziegeln eignet sich besonders aufgrund seiner Atmungsaktivität .
Besonders gut bei Fachwerkwänden ,- beachte auch den Artikel über Fachwerk sanieren .
Außen sollte die Isolierung auf einer Unterkonstruktion verbaut werden , denn damit verbesserst du den Schallschutz . Holzwolldämmmatten haben hier wieder den Vorteil , dass Putz und Farbe recht gut halten .
Synthetische Materialien sind zwar günstig aber problematisch . Aufgrund ihrer anorganischen Zusammensetzung sind Verbindungen zu Putzen nicht haftend , daher kann die Schicht nur recht dünn und mit mehrfacher Armierung ausgeführt werden . Als deckende Farbschicht eignen sich dann auch nur Kunstharz-, sprich Dispersionsfarben .

Fenster beim Altbau modernisieren

Auf Grund der Anforderungen des modernen Wohnens müssen häufig die alten Fenster weichen . Wärmeglas-, und Isolierfenster sind eine wirkungsvolle Barriere zur Unterbindung der Transmissions-, sowie Lüftungsverluste .
Ich empfehle dir dennoch alte Bauteile einzulagern für ein späteres Upcycling und oder sie zu verkaufen . Abgebeizt und restauriert sind solche Teile schwer zu bekommen .
Manche Fenster können auch als Kastenfenster umgebaut werden und dann ganz passabel isolieren ( neu-, und alt kombinieren ) . Auch wird der Lüftungsaustausch dadurch nicht überstrapaziert und Kontermaßnahmen wie die Herausnahme der oberen Dichtungslippe erübrigen sich .
Zum Thema Planung: Ein Sonnenstandsdiagramm simuliert anschaulich den Verlauf der natürlichen Belichtung und ist eine gute Basis . Wärmedämmgläser filtern das Licht , angegeben ist dieser Durchlassfaktor mit dem Wert „g“.
Wärmedämmgläser werden demnach häufig am N/O – Verlauf eingebaut und über S/O – die Isolierglasfenster .
Ich empfehle Dir die Holzrahmenvariante , denn unterm Strich passt das Material in das Baugefüge . Zudem kann der Rahmen auch farbig gestaltet werden , womit du dir eine Menge an Möglichkeiten offen hälst . Damit die Sprossen nicht zum offenen Blendwerk werden , bieten sich sogenannte „Silberlinge“ an .
Zum Einbau und zur Abdichtung ist die Kombination von Holzwolle und Spritzkork geeignet .
Wenn nun neue Fenster eingebaut sind , dann entsteht häufig das Problem mit der Unterbindung des Luftaustausches durch die Gebäudehaut .

Haus,-Außentüre

Eine stimmige Komposition des Hauseingangs beinhaltet Türblatt , Rahmeneinfassung , Podest , Stufe(n) und die Beschläge .
Die Türe kann man idealerweise über sogenannte „3D“ Bänder einstellen .
Auch eine alte und historische Türe lässt sich sauber schließen , wenn sie mit einem neuen Rahmen „zusammenkommt“ . Dichte Abschlüsse und neue Türtechnik mit historischer Tür ist eine beispielhafte Symbiose von alt mit neu . Die Hauseingangstüre ist gewissermaßen deine ganz individuelle Visitenkarte des Altbau modernisieren ‘s .

Fassade

Hölzer und auch Mauerwerk im Außenbereich sind zu schützen durch konstruktiven Holzschutz mit dem Vordach , durch die Wahl geeigneter Hölzer und evtl. einen Schutzanstrich . Eiche , Lärche , Douglasie und Robinie eignen sich gut aufgrund ihrer Härte und dem hohen Harzanteil .
Nadelhölzer werden normalerweise für Überdachungen verarbeitet und sollten gestrichen werden .
Als Pigment zur „Farb“- Herstellung bietet sich das Titandioxid an , weil es einen hohen UV- Schutz bietet durch hohe Lichtechtheit . – Das hat auch optisch den Vorteil , dass es wenig vergilbt . Ein kaltgepresstes Leinöl leistet dir gute Dienste als Bindemittel .
Der frische Auftrag sollte in den ersten Stunden nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein .
Neben Weiß eignen sich eine Reihe anderer Farben . Auch werden gerne anthrazitfarbene Töne verwendet um der natürlichen Vergrauung des Holzes vorzubeugen .
Unterscheide zwischen einem transparenten Anstrich ,- der Lasur, und farbig-deckende !
Beachte dabei , dass Lasuren mit Öl durch die Reaktion mit dem Harz stark oxidieren und das besonders bei Lärche .
Dadurch verfärbt sich die Oberfläche grau-schwarz .
Du kannst neben der Verwendung von Holz und reinem Mauerwerk eine Fassade ebenso gestalten mit Schiefer , Pflanzenbewuchs u. a. .

Pflasterungen

Einheimische Natursteine bieten eine unvergleichliche Reinheit und stärken die Verbundenheit zur Region . Die Vorteile eines harten Steins ist seine überragende Haltbarkeit .
Denke grad mal an die Kopfsteinpflaster in historischen Städten .
Falls du farbliche Akzente setzen willst mit bunten Betonsteinen etwa , so bieten sich unsere anorganischen Farbpigmente an . Du kannst mit den verfügbaren 9 Grundfarben fast jeden gewünschten Ton mischen .
Bei der Verlegung ist eine wasserdurchlässige Fugenbildung zu beachten . Dadurch vermeidest du Staunässe und Pfützenbildung .
Grüne Vorgartenbereiche ergänzen die Hof-, Weg-, und Platzeinfassungen . Sitzbank , Tisch und Natursteinmauern bieten dem Auge eine willkommene Abwechslung . Ein naturnahes Refugium für verschiedene Insekten , Schnecken und Eidechsen bietet ein loses Mauerwerk .

Mit neuer Haustechnik den Altbau modernisieren

Oft kommt die Bauherrenschaft nicht umhin , die Gebäudetechnik zu erneuern .
Dabei gilt das Prinzip: Mit so wenig Technik wie möglich die Funktion des Gebäudes maximieren .
Mit der Erschließung wird das Gebäude an das bestehende Zu-, und Ablaufsystem angeschlossen . Das beinhaltet Strom , Wasser , Gas und Medien .
Die Leitungen brauchen jeweils die erforderlichen Abstandsmaße , Untergründe wie Sand bei Wasser und die richtige Tiefe gegen Erschütterung und Frost .
Ganz unten liegt das Abwasser in einem Sandbett . Darüber kommt wieder eine Sandschüttung und dann Frischwasser , Strom und Medien . Diese sollte man in Schutzrohren verlegen .
Darüber nochmal Sand und Kies .
Ganz oben kommen die Gasleitungen in einer Mindesttiefe von 60cm .
Prinzipiell sollten die Ver-, und Entsorgungsleitungen zusammengefasst werden .
Sie werden gemeinhin vor der Konstruktion in Schächten geführt .

Elektroinstallation

Bei der Verlegung von elektrischen Leitungen vermeidest du durch eine sternförmige Verkabelung starke Felder . Dazu zählt auch die Verwendung von abgeschirmten Leitungen und Netzfreischalter .
Bei Fachwerkwänden kannst du die Kabel nur vor die Ständer legen .

Sanitärinstallation

Leitungen durch benachbarte Wohnungen müssen gedämmt werden sowie in einigen Bereichen der eigenen vier Wände . Das ist Vorschrift laut EnEv , sinnvoll und liegt in deinem Interesse .
Bei der vertikalen Verlegung ist das Ausmaß des Verkleidungskasten von der Baukonstruktion abhängig , denn Deckenbalken sind häufig im Weg .

Kamine und Öfen

Strahlungswärme ist angenehmer als Konvektionswärme . Woohlige Wärme ..° Sicher nicht jedermanns Sache . Ist ein bisschen Luxus . .. schwelg , und Arbeit ! Das ganze Holz schleppen und so .. .
Hat aber auch den Vorteil , dass es schnell warm wird .
Echt angenehm bei Sturm und Regen und dann das Züngeln der Flammen .

Ein moderner Ofen muss natürlich den Raumaßen und Dämmwerten angepasst sein , damit es nicht zur Überhitzung kommt . Und eine raumluftneutrale Verbrennungszufuhr sollte er haben . Das verhindert , dass der Sauerstoff im Raum über den Kamin abhaut .
Der Bau von Öfen birgt eine Menge technischer Raffinessen und sollte daher wohlüberlegt sein !

Innenwände

In manchen Gebäuden sind die Innenwände mit Holzvertäfelungen verkleidet . Zum einen bieten sie eine abwechslungsreiche Oberfläche und zum anderen stellten sie auch zusätzlichen Windschutz dar .
Bei all der Vielfalt an Bauprodukten in der modernen Bauarchitektur haben sich die Anforderungen stark geändert . Dabei ist es nötig , den Durchblick zu behalten .
So zum Beispiel die Feuchtigkeitspufferung . Lehm kann innerhalb kurzer Zeit das bis zu dreißigfache der eigenen Feuchtigkeit aufnehmen und rasch wieder abgeben .
Fachleute sprechen auch von einer „sorptiven“ Eigenschaft .
Lehm sieht auch in natura schon gut aus , dennoch muss die Oberfläche gebunden werden .
Das geht mit einer Kasein – Leimgrundierung . Gerade bei den Ausfachungen des Fachwerks ist ein Bindemittelauftrag notwendig . Für ein Rezept suche dir auf dieser Seite die “Lasur” – Zusammenstellung .
Mit so einer Schutzschicht ist die Oberfläche wesentlich kreidungsbeständiger bzw. sandet nicht ab .
Ein weiterer Vorteil bei einer mineralischen Zusammensetzung wie Kalk, Gips , Lehm und auch Beton , ist die Alkalität . Das Milieu ist dabei nährstoffarm und Pilzsporen setzen sich nicht an . Jedoch wirkt Beton hygroskopisch und hält die Feuchtigkeit .
Trockenbauwände sind im Altbau eine gute Sache , da sie einfach und schnell erstellt werden können . Ein Rückbau gestaltet sich ebenso einfach und Grundrissveränderungen sind so zügig realisierbar .

Innentüren

Eine Restauration von alten Türen ist in der Regel preiswerter als eine Neuanschaffung . Auch hier empfehle ich dir Akzente zu setzen mit der Verbindung von alt mit neu . Moderne Türen erfüllen nötige Standards und Anforderungen in Bezug auf Komfort , Brandschutz , Isolierung und evtl. Look . Eine Modernisierung alter Türen beinhaltet häufig folgende Arbeiten:

  • Richten und Befestigen der Türblätter

  • Reparatur bzw. Austausch des Türschlosses

  • Reparatur bzw. Ersatz der Drückergarnitur

  • Neuverleimung oder Ersatz des Stollens auf der Schloss-, bzw. Bandseite der Tür

  • Kürzen des Türblattes

  • Einbau von Dichtungen an der Türschwelle

  • Ändern der Drehrichtung und Anschlag der Tür

  • Abbeizen und neuer Anstrich

Nicht mehr benötigte Türen eignen sich gut für ein Upcyling ,- so wie unsere Türenschränke !

Trockenbauwände

Bei der Ständerkonstruktion bieten sich Holzriegel an im üblichen Maß von 7x15cm . Metallständer eignen sich auch sehr gut und haben angeblich sogar bessere Schallisolier – Werte . Allerdings sind sie in Puncto Baubiologie wegen der offenen elektrischen Leitfunktion in Frage gestellt .
Für die Isolierung eignen sich auch hier wieder Holzfaserdämmmatten . Grundsätzlich gilt für die Schallisolierung: Je höher die Rohdichte bis zu einem gewissen Level , – umso mehr Schall kann sie absorbieren !
Das ist mit Glas und Mineralwolle nicht zu schaffen .
Bei den angrenzenden Mauerverbindungsstellen sind Hölzer von der Feuchtigkeit zu entlasten . Kalksandstein eignet sich dafür sehr gut und alle anderen sorptiven Steine , die fest genug sind .

Für die Verkleidung haben sich Gipsplatten bewährt . Für mehr Schallschutz kannst du sie in zwei bis drei Schichten anbringen . Es gibt sie in unterschiedlichen Varianten in der Dicke , für Brandschutzbereiche , für Nassbereiche hydrophobe , etc. .
Wohnungstrennwände erstellst du doppelt , um die nötige Isolierung und Einheit herzustellen .
Beachte bei all den Ausbauten auch den Eintrag von zusätzlichem Gewicht in den Bestand . Den hast du bestenfalls schon in der Planung einkalkuliert .

Eine Innenwand soll nicht nur als räumliche Abgrenzung dienen , sondern auch an ihrer Oberfläche tragfähig sein .
Zur ihrer Aussteifung kannst du eine Montageplatte hinter die Trockenbauverkleidung anbringen . Für WC und Spülbecken sind dazu Tragständer nötig .
Bauteile zur Vermeidung von Schallbrücken sind beispielsweise Schwinghölzer . Sie sind eine Kombination von Streifen aus Kokosfaser und einer Holzleiste . Aber auch die richtige Montage sowie die Verwendung von Papierstreifen zur Querwand , Boden und Decke sind beim Verspachteln nötig .
Mit den Gipsplatten und einer akkuraten Trägerkonstruktion bringst du mehr Geradlinigkeit in das Gebäude . Sie sind ein gute wie leichte Methode des Altbau modernisieren ‘s .

Dichtungsmittel im Innenbereich

Dauerelastische Fugendichtmittel sind mit Problemstoffen hergestellt , die nach ihrer Verarbeitung ausdünsten . Die solltest du weitestgehend aus der Planung nehmen . Daneben bietet sich auch Spritzkork an , so wie bei der Abdichtung von Fenstern .
Sicherlich brauchst du nicht alle chemischen und synthetischen Baumaterialien der Zensur übergeben , denn mit ein wenig Gift kommt der menschliche Organismus zurecht . Allerdings haben eine Menge Leute eine Überempfindlichkeit entwickelt und ihre Sinne schlagen schon Alarm , wenn sie nur ein paar Moleküle in die Nase bekommen .

Boden / Decke

Häufig sind Decken von Altbauten mit Kies , Sand und auch Schlacke gefüllt . Nicht selten sind Deckenbalken angebrochen oder von Insekten und Pilzen befallen und müssen daher verstärkt werden . Die Kellerdecke ist besonders durch Pilzbefall gefährdet , denn die Bodenfeuchte wirkt geradezu einladend für den stillen Zerstörer . Dazu muss natürlich die Schüttung raus , so dass du an die nackten Balken heran kannst . Nach Freilegung und Behandlung der Schadstelle kannst du zusätzlich die Balken an beiden Seiten mit Bohlen verstärken . Flankiert wird die Arbeit häufig mit dem Einbau von Wechseln und Stahlschuhen . Die Bohlen bringst du vom höchsten Punkt aus auf ein leicht höheres und ausgleichendes Niveau . Damit schaffst du die Grundlage für einen ebenen wie stabilen Boden . An Stelle des Kies eignen sich auch hier wieder die Holzfasermatten zur Dämmung von Wärme und Schall .
Vergiss nicht die Balkenköpfe zu kontrollieren und horizontal von der Feuchte zu sperren . Dazu können Stücke der Dachpappe / Unterbahn verwendet werden .
Beim nachträglichen Bodenaufbau sind Schallbrücken zu umgehen durch Filzunterlagen und Trittschalldämmung zwischen den Bodenlagen .
Hier eignen sich naturharzgebundene Platten sehr gut . Sie sind wesentlich unproblematischer und genauso praktisch wie die mit Problemstoffen hergestellten OSB und MDF Platten .
Alternativ dazu ein nasser Estrich auf einer PE – Folie oder gewachstem Papier .
Mit dem Nassestrich trimmst du das Raumklima in Richtung mehr Feuchtepuffer , Wärmeisolierung und Schallschutz . Als Richtwert in Bezug auf den Schallschutz gelten 53 bis 55db bei Boden und Decke .
Besonders geeignet sind Anhydritestrichböden mit Ausnahme bei Nasszellen .

Fußböden , die den Altbau modernisieren

Die Alterung des Hauses ist gut an den Fußböden ablesbar . Ausgetretene Natursteinböden , losgetretene Fliesenbeläge , ausgetretene Oberbeläge über sandenden Zement – oder staubenden Steinholzböden sowie verzogene Holzdielenböden . Alles das muss entweder raus oder aufgearbeitet werden .
Da alte Böden häufig schief und uneben sind kannst du ihn gleich abtragen und den Unterbau sowie die Isolierung anbringen .
Bei der Auswahl an Oberböden achte auf natürliche Varianten wie geölten Parkettboden , Dielen , Fliesen etc.
Aufgrund der großen Fläche haben Kunststoffböden eine hohe elektrische Ladungskapazität . Dazu gehören auch Laminatböden und lackierte Oberflächen .

Treppe

Die Sanierung einer Holztreppe sollte mindestens den gleichen Stellenwert haben wie die der Böden . Hier hat eventuell die Feuchtigkeit eine große Bedeutung , wenn ein Treppenhaus nicht geheizt wurde . Das ändert sich häufig im Zuge der Sanierung mit einem Heizkörper im Th .
Knarrende Stufen sind die Folge durch das Schwinden der Tritt-, und Setzstufen .
Eine Sanierung ist zeitaufwendig und penibel auszuführen mit Maßnahmen wie Aufdopplung , Einpassungen und evtl. Spachtelungen .

Funktionsräume

Aufgrund der vorhandenen Grundleitung ist in Altbauten die Anordnung der Bäder und Küchen grundsätzlich von den Anschlussmöglichkeiten abhängig .
Aus baubiologischer Sicht ist hier wieder die Verkieselung zu empfehlen in Kombination mit Dichtungsbändern . Vorteil ist neben dem natürlichen Baustoff eine emissionsarme Aushärtung .

Bei der Verwendung von Naturstein im Bad und Küche sind tolle Kontraste realisierbar . Außerdem ist ein glatt polierter Stein was besonderes . Beachte dabei , dass Tiefengestein wie Granit durch Radon strahlen kann .
Hast du Kaminofen und Dunstabzugshaube zusammen im Raum , solltest du eine separate Luftspeisung einbauen , ansonsten entsteht ein Problem des Unterdrucks .
Da die Abdichtung in Nassräumen besonderen Stellenwert hat , ist hier eine detaillierte Planung nötig . Aus rein technischer Sicht ist der Bitumen-Gussasphalt als Estrich eine tolle Sache . Er ist schon am nächsten begehbar , isoliert gut und braucht eine geringe Bauhöhe . Allerdings gibt es Vorbehalte aus baubiologischer Sicht .
Du kannst alternativ auch hier wieder die Verkieselung zur Abdichtung verwenden .

Belichtung durch die Sonne

Vorgegeben sind laut Bauvorschrift mindestens 10% an natürlicher Belichtung zur Raumgrundfläche . Über Süden und Westen ist die Tageslicht – Ausbeute am höchsten oder technisch gesprochen: Hier bekommst du die höchste solare Energieausbeute .
Damit du im Sommer nicht im Schweiße nach Kühlung ringst , sind Schutzmaßnahmen erforderlich . Eine besteht darin , die richtige Dämmung zu nutzen . Die Holzwolldämmmatten speichern relativ viel Solarenergie und geben sie über Nacht wieder ab .

Im Sommer steht die Sonne höher als im Winter und das Dach wird demnach auch mehr belastet .
Markisen sind im Terrassenbereich eine gute Möglichkeit , sich der Sonnenstrahlung anzupassen .
Aber auch Fensterläden , die an Altbauten traditionell verbaut wurden , erfüllen hier eine gute Funktion .
Eine weitere Schutzmaßnahme ist die Durchlüftung in der W/O Richtung !
Jedenfalls sollte die ursprüngliche Funktionsweise des Gebäudes rekonstruiert und in die Planung mit eingebunden werden .
Unterm Strich erreichst du um so mehr Wohnqualität , je mehr das Haus natürlich belichtet ist .
Nutze dieses altes Wissen beim Altbau modernisieren !

Keller

Traditionell waren die Mauersockel für eine Entlüftung der aufsteigenden Feuchtigkeit vorgesehen und das EG befindet sich häufig übererdig . Im Zuge des Altbau modernisieren
‘s wurden die Mauern oft verputzt und erfüllen daher nicht mehr ihre feuchtigkeitsregulierende Funktion .
Du siehst aber auch an farblich unterschiedlichen Schichten den Einbau einer Horizontalsperre . Zu erkennen meist in der dritten und vierten Schicht über dem Kellerboden oder in der zweiten bzw. dritten unterhalb der Kellerdecke .
Traditionell waren die Keller durch Schächte und Fensteröffnungen belüftet und daher kannst du das feuchte Untergeschoß möglicherweise durch eine Wiederbelüftung regulieren .
Entferne auch die ausgeblühten Salze , denn sie sind Teile von restlichem Kernkondensat .
Kontrolle und Gewissheit über den Feuchtezustand des Kellers bekommst du durch die auf Feucht-, und Salzgehalt untersuchten Mauerstücke aus einem Bohrkern .
Möglicherweise kann ein Naturkeller bewusst beibehalten werden , allerdings muss in jedem Fall zum EG eine solide Horizontalsperre eingebaut werden .
Eine solche kann durch grobes Handwerk recht sicher ausgeführt werden , indem ein Meter lange Mauersteinschichten durch gebrannte Mauersteine wie Klinker oder Spezialbeton ersetzt werden . Die Schichten sind versetzt und überlappen sich leicht .
Es gibt noch weitere Methoden wie die der Betonkernsperre , die nach dem gleichen Prinzip funktioniert . Idealerweise führst du die Sperre entweder einen halben Meter übererdig oder unterhalb der Kellerdecke aus .
Außerdem können auch noch ein Bohrlochtränkverfahren sowie eine elektrophysikalische Lösung angewendet werden . Bei diesem wird die Kapillarbewegung der Mauerfeuchte nach unten verkehrt und Salze kommen an die Oberfläche .
Die Frage nach der geeigneten Methode ist abhängig von dem Beanspruchungsgrad der Mauern . Bei obererdigem Standwasser und hoher Grundwasserbelastung wird die Außenwand abgegraben und abgedichtet . Hier bieten sich wasserdichte Verkieselungsanstriche an . Im obigen Abschnitt über sanitäre Installation habe ich das Phänomen bereits erwähnt .
Wenn du schon den Aufwand hast entlang der Mauer aufzugraben , dann kannst du gleich eine Dränage verlegen . Die äußere Abdichtung zieht sich vom Kellerboden hoch und schließt die Spritzwasserzone mit ein .
Bleibt nur noch der Boden und für den bieten sich einige Varianten an:
Nassestrich , Gussasphalt , Pflastersteine etc.
Gegebenenfalls musst du ein wenig ausschachten !

Baustoffe und andere Faktoren , die das Wohnklima beeinflussen

Das Haus ist eine Hülle , die wie eine dritte Haut dem Menschen Schutz und Wohl bietet . Daher ist die Materialschau wesentlich in einer ganzheitlichen Betrachtung .
So ist selbst hergestellte Wandfarbe mit Kalk bspw. schon durch sein Oberflächenlicht optisch ansprechend .
Außerdem beugt ein basisch mineralisches Milieu der Schimmelbildung vor . Nebenbei hast du wenig Müll und zudem ist die Farbe günstig in der Herstellung .

Sorptive Oberflächen regeln den Feuchtigkeitshaushalt , was in Bezug auf die Energieeffizienz mit den Energiesparfenstern enorm an Bedeutung gewinnt . Besonders Lehm und Kalk speichern viel Wasser und geben es auch wieder relativ schnell ab .
Diese Unterstützung brauchen die anderen Baustoffen wie zementgebundene und Holz .

Natürliche Oberflächen leiten die Luftionen weiter und lassen die Atemluft damit angereichert .
Besonders große Flächen wie Fußböden sind davon besonders betroffen .
Ein geölter Parkett oder Dielenboden sollte es dann schon sein .
Die Kombination von Holz mit Schiefer , Ornamentfliesen oder Steinfliesen regt die Sinne an und ist dem menschlichen Organismus gegenüber neutral .
Lüftungen sind ebenso ungünstig , weil mit der Luft die Ionen entzogen werden , die der Mensch zur Aufnahme von Sauerstoff benötigt .

Unter den Oberflächen verbergen sich häufig Stoffe , die magnetische und elektrische Felder erzeugen . Dazu gehören besonders Armierungen und Installationen . Im Abschnitt über Elektroinstallationen habe ich das Thema bereits angeschnitten .

Geomantische Zonen sind Energie-, und Kraftlinien und ihre Nähe war seit jeher gesucht . Sakrale -, und andere bedeutende Gebäude befinden sich auf solchen Zonen .

Achte außerdem auf eine angenehme Farbgestaltung und Lichtführung . Dazu gehört jedenfalls auch ein sichtbarer Kontrast von alt und modern . Eine Sichtbetonwand mit einem Oberlicht und äußerlicher Begrünung im Sichtbereich finde ich modern , schlicht und ein Statement .
Die optische Abwechslung besonders im Altbau sollte ein integraler Bestandteil einer Modernisierung sein .

Bedenke bitte auch , dass natürliche Materialien ästhetischer altern .

Herausforderungen bei der Optimierung des Energiehaushalts

Finde eine Abstimmung zwischen Dämmung und nötigem Feuchtigkeitstransport durch die Gebäudehülle .
Halte es einfach mit der Haustechnik und vertraue deinem Gefühl nach eingehender Betrachtung .

Punkte zu Anlaufstellen wie Denkmalamt , Bauamt und Notar

Denkmalrecht ist von den jeweiligen Bundesländern festgelegt .
Vieles bleibt den Denkmalschutzämtern verborgen , weil Besitzer häufig eine nachteilige Einmischung befürchten .
Unter Denkmalschutz gestellte Gebäude sind zu finden im Verzeichnis der unbeweglichen Bau und Kunstdenkmäler .
Falls eine bauaufsichtliche Zulassung im Rahmen einer Sanierung durch Insektenbefall vom Amt verlangt wird , dann sollten im Vorfeld die Maßnahmen geklärt werden . Naturprodukte wie Bohrsalz haben eventuell keine offizielle Zulassung .
Wenn du bei einem Bestandsbau was anbaust , dann kann dieser Anteil den gesetzlichen Bestimmungen von Neubauten unterliegen . Ob das der Fall ist , hängt vom Umfang der baulichen Maßnahme ab .
Bauanträge sind meistens im Zuge der Sanierung nicht nötig bis auf Nutzungsveränderung , erheblichen Veränderung in der Baukonstruktion , veränderte Fassadengestaltung oder prinzipiell Änderungen an unter Denkmal stehenden Gebäuden .
Häufig stellt sich für einen Umbau oder Ausbau die Frage nach dem Nutzungsrecht wie zu Wohnzwecken oder gewerblich . Dann ist für die Kommunikation meist ein Architekt notwendig , denn das Amt will Pläne und Detailzeichnungen .
Wenn dann ein Architekt in das Baugeschehen eingebunden ist , dann solltest du selbstständig Angebote von Handwerkerfirmen einholen . Das schont dein finanzielles Budget durch direkte Auftragsentlohnung ohne Beteiligungen .
Alle rechtskräftigen Bebauungspläne und Aufstellungsbeschlüsse werden beim Amt für Liegenschaften, dem Vermessungs-, und Katasteramt sowie der Plankammer verwaltet.
Eine Grundstücksteilung etwa bedarf einer genauen Vermessung , die Bedienstete des Katasteramtes vor Ort durchführen .
Wenn ein solches Grundstück verkauft wird , dann ist es üblich zuerst den Käufer in das gemeinsame Grundbuch eintragen zu lassen , anschließend die Teilung zu beantragen , den Käufer wieder austragen um solchen in das offiziell geteilte Grundstück wieder einzutragen .
Bei einem Verkauf übernimmt der Käufer auch die Notarkosten .

Solltest du Fragen in Bezug auf eine Bodenbelastung durch einen Schadeintrag haben , dann sind evtl. im Altlastenkatasteramt Einträge zu finden .

Was den Brandschutz angeht , so gilt dafür als Grundlage die Musterbauordnung der jeweiligen Landesbauordnung . Für die Altbauten bestehen allerdings Ausnahmen . Eine wichtige Brandbarriere ist vom Keller zum EG und der Einbau einer Brandschutztüre ist evtl. notwendig .

Fördergelder

Staatliche Unterstützung beim Altbau modernisieren ist sinnvoll und berechtigt , denn damit trägst du zum Erhalt des gebäudebaulichen Bestands bei .
Allerdings sollte eine Sanierung aus der Sicht eines Bauherrn für die Eigenheimnutzung nicht in erster Linie davon abhängig gemacht werden .
Ein besserer Weg ist , die eigene Konzeption mit den Möglichkeiten der Förderung gegenüber zu stellen . Somit ergeben sich ganz andere Motivationsgründe .
Dennoch lohnt es sich , sie im Auge zu behalten und sich mit den dahingehenden Möglichkeiten vertraut zu machen . Folgende Bereiche profitieren von Fördergeldern :

  • Erneuerung der Heizanlagen mitsamt Leitungen und Heizkörper

  • Optimale Dämmwertverbesserung mit Testergebnissen zur Bedingung

  • Regenerative Energiegewinnung

  • Kontrollierte Lüftungen

Energetische Gegenüberstellung ,- Zahlen , Daten , Fakten

Bestandsbauten mit einer fossilen Brennstoffheizung haben im Jahr durchschnittlich 300 bis 500 Kwh/(m² a) an Primärenergiebedarf . Nochmal zwei bis drei mal soviel verbrauchen elektrische Installationen und sind sehr unwirtschaftlich . Ich wohnte selbst mal in einem 30er Jahre Haus , in dem das unbewohnte Stockwerk über mir mittels Radiator not-geheizt wurde . Die Stromkosten waren nach einem Jahr ca. unglaubliche 2000€ .
Da ist es umso erstaunlicher , dass eine Altbaumodernisierung mit einem Verbrauch von 60 bis 80 Kwh/(m² a) aufwarten kann .

Die Energie-Einsparverordnung von 2009 taxiert den maximalen zulässigen Jahres-Heizenergiebedarf auf 50 Kwh/(m² a) . Für dich ist diese Verordnung insofern von Bedeutung , als dass die EnEv eine gute Orientierung im Vergleich zu Neubauten bietet .
Altbauten sind von der EnEv größtenteils ausgenommen , denn die bestehende Substanz lässt oft eine solche Effizienz nicht zu .
Dennoch gibt es auch für Altbauten Pflichten nachzurüsten . Dazu gehören fundamental wichtige Maßnahmen , so wie die Isolierung gegen nackte Dachböden , alte Heizkessel erneuern und Heizungs-, sowie Warmwasserleitungen isolieren .

Punkte , die bei der Energie-Gesamtschau maßgeblich eine Rolle spielen:

  • Transmissionswärmeverluste

  • Lüftungswärmeverluste

  • solare Gewinne

  • interne Verluste

  • Heizanlagentyp und Wirkungsgrad

  • sommerlicher Wärmeschutz

  • Primärenergiebedarf

Praktische Tips des Altbau modernisieren ‘s

Gehe bei Abbrucharbeiten behutsam vor um Schäden und Folgearbeiten vorzubeugen .
Achte neben einer Versicherung , auch auf die nötige Schutzausrüstung wie Handschuhe , Schutzbrille , Staubschutzmaske und Schuhwerk .
Eine Altbau-gerechte Arbeitsweise verzichtet auch auf schweres Gerät wie Presslufthammer und Stemmwerkzeug . –
Bohren fräsen und schneiden ist meist sauberer , weniger belastend für das Umfeld und wirkt insgesamt durchdachter .
Die Entsorgungslogistik sollte einen hohen Stellenwert haben , denn das fördert Bewegung im sichtbaren Baufortschritt . Mach dir also vorher Gedanken , wie du das Abbruchmaterial entsorgst . Eventuell kannst du auch einiges davon wiederverwenden .
Sobald aus Platzgründen die Container auf der Straße stehen müssen , dann besorge dir vorher eine Genehmigung von der Stadt . Anschließend kannst du eine Halteverbotszone einrichten .
Der Einbau von Trocken – Bauteilen ist an manchen Stellen äußerst hilfreich und sinnvoll . Denn die Trocknung ist ein vielfach unterschätzter Teil der Sanierung .

3 thoughts on “Altbau modernisieren mit einfachen und natürlichen Mitteln

  1. Niklas

    Ja , das mit der Sensibilität gegenüber bauchemischen Schadstoffen sollte allgemein mehr in den Vordergrund gebracht werden . Wir hatten selbst eine längere Baustelle aufgrund von unvorhergesehenen Altlasten .
    Also immer schön Augen auf beim Kauf von Bestand-, und Altbau .

  2. Da Lemi

    Danke für die informative Beschreibung. Vor allem auch der unterschiedlichen Holzarten. Das mit dem Schiefer am Dach kann ich nur bestätigen. Hält ewig und sieht gut aus.

    1. Martin_Brunner

      Hallo Thomas , du kannst dich demnächst auch noch in einem Artikel über Schieferdeckung informieren . Grüße !

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