Ein Beitrag über Metalle und deren Besonderheiten

Metallische Einführung

Dieser Beitrag ist aus dem Interesse meinerseits über die Zusammenhänge und Eigenheiten von Metallen entstanden .
Für die historischen Baustoffe im Shop ist er kaum Google – relevant und daher ist diese Zusammenfassung in einer Freestyle – Disziplin entstanden .

Als Einstieg in die Metallwelt fiel mir eine Lektüre in die Hände , die eigentlich als interessantes Hintergrundwissen rund um Metalle in der Studienwelt geschrieben wurde . Das Buch trägt den aufgeladenen Titel: “Macht , Morde und Moneten” von Prof. Dierk Raabe , der mir viel Notizenarbeit abverlangte , denn es erschöpft sich so gut wie an keiner Stelle .
Als weitere Quelle diente mir “Gießerei über Jahrtausende” von Prof. Karl Stölzel , was mir die handwerklichen und praktischen Methoden ab der Verhüttung , besonders im geschichtlichen Kontext , näher brachte .
Die Beziehung zu Metallen in der Antike wird in manchen Schlüsselstellen deutlich , anfänglich schon beim Namen und deren Bedeutung . Das lateinische “metallum” und sein griechisches Pendant “metallon” steht für Mine , Erzader , Grube oder Schacht .
Je archaischer eine Kultur , desto näher an der Natur orientieren sich die Bedeutungen und um so eindrücklicher werden die Bilder . ..

Unweit von der sächsischen Hauptstadt liegt das geschichtsträchtige Erzgebirge , wo Bergleute seit jeher den Mineralen nachstellten und noch vor nicht allzu- langer Zeit sich Mythen und Geschichten rund um das begehrte Erz erzählten .

Elementares zu Metallen

– Die Erdkruste besteht großteils zu 99,8% aus den zehn Elementen – Sauerstoff , Silizium , Alu , Wasserstoff , Eisen , Calcium , Natrium , Kalium , Magnesium
und Titan .
– Von den 100 bekannten Elementen gehören allein 80 zu den Metallen , wovon für 50 ein gewisser Markt besteht .
– Metalle sind Vielkristalle , daher sieht man Ihnen die kristalline Form nicht an . Bergkristalle oder Schmuckdiamanten sind dagegen Ein-Kristalle .
Kristalle haben eine geordnete Gitterstruktur , an deren Eckpunkte sich die Atome befinden . Die Berührungspunkte von Kristallen nennt man Korngrenzen .
Sie beeinflussen maßgeblich die Zähig-, und Sprödigkeit . Wenn ein Draht beispielsweise rasch hin und her gebogen wird , dann entsteht durch die Reibung / Versetzung der Kristalle Wärme . In dem Zusammenhang ist auch die enorme Bedeutung der Gefügestruktur / Kristallanordnung zu verstehen , durch die eine bis zu tausendfach höhere Festigkeit erreicht werden kann . Ein Chemiker allerdings würde keinen Unterschied feststellen .
– In reiner – gediegener Form kommen nur die wenigsten Metalle in der Natur vor , sondern hauptsächlich in chemischen Verbindungen .
Gold , Silber , Quecksilber , Blei und Kupfer werden auch in reiner , wenn auch in geringer Menge , – gefunden .
Sie und zwei weitere , nämlich Zink und Eisen , gelten als die sieben antiken Metalle .
– Die beste Leitfähigkeit bei Raumtemperatur von allem Metallen haben in dieser Reihenfolge : Silber , Kupfer , Gold und Alu
– Metalle spielen im menschlichen Körper eine wichtige Rolle . So sind bspw. Natrium und Kalium an der Erregungsleitung der Nerven beteiligt , Calcium bei der
Muskelbewegung , Stoffwechsel und Knochenaufbau . Viele Enzyme enthalten Ionen von Magnesium , Eisen , Zink oder Kupfer . Das Häm-Molekül bindet den Sauerstoff mithilfe des Eisens .
– Ein Elektrolyt kann entweder sauer oder basisch sein . Beim Eintauchen zweier Elektroden unterschiedlicher Metalle entsteht Spannung .
Das edlere Metall ist sogleich der Pluspol , wobei die positiv geladenen Ionen ( Kationen ) zur Kathode , den Pluspol wandern .
Diese wirken auch als starkes Oxidationsmittel . Die Elektrolyse ist ein elementarer Prozess des Lebens , bei der elektrische Energie in ein chemisches Medium übergeht und wieder zurückgeholt werden kann . So wie bei einem Akku und der Wasserstoffbrennzelle bspw. . Die Elektrolyse wird bei der Produktion von Metallen besonders für das Trennen der komplexen chemischen Verbindungen genutzt , so wie bei Aluminium .
– Bei den vielen Möglichkeiten Metalle zu kategorisieren und zu unterscheiden , ist dies auch optisch mithilfe der Spektralanalyse möglich . Der Forscher Bunsen
nutzte eine höhere Energiequelle , um die Schwingung der Metalle anzuregen . Beim Rückfall traten dann Farben an’s Licht und dies war gleichzeitig die Geburtsstunde von Indium , Rubidium , Chrom und einigen anderen .
Die Entdeckung von Bunsen und seinem Kollegen Kirchhoff hat der stofflichen Analyse einen Quantensprung verschafft , denn so kann das emittierte Licht von Stoffen ausgewertet und als Fingerabdruck gelesen werden und zwar im Mikro-, sowie im Makrokosmos .

Gewinnung / Verarbeitung

Die Gewinnung der Reinform von Metall verstehen wir als Verhüttung .
Unsere Vorfahren vor tausenden Jahren hatten mit offenem Feuer einen großen Erfahrungsschatz , doch reichte es für eine Reinmetallgewinnung nicht aus . Mit dem einfachen Tonofen konnten sie mehr Energie erzeugen und so Kupfererz bei 700 bis 800° als schmiedbaren Klumpen gewinnen .
Mit der konzentrierten Zuführung von Luft war noch mehr Hitze im Ofen ,- ein Prinzip was sich auch bei offenen Feuern zu beobachten lies .
Das Abschrecken mit Wasser half zusätzlich bei der niedriegtemperierten Verhüttung . Die raschen Temperaturunterschiede verursachten Risse und brachen das Erz auf .
Später brachten Kelten die Temperatur schon auf bis über 1200° . Dabei benutzten sie Rennöfen ,- von althochdeutsch: rennen , verflüssigen .
Solche Öfen sehen aus wie übergroße Termitenhügel . Mit Erz und Holzkohle beschickt und richtig angefacht , verschmolz das Gestein zu Schlacke , was das fast flüssige Eisen vor Sauerstoff und Kohlenstoff schützte . Das fast flüssige Eisen war das , womit die Schmiede seit jeher arbeiteten .
Im fernen Osten zur gleichen Zeit beherrschten Chinesen bereits so hohe Temperaturen , dass sie Eisen vergießen konnten .
Das war in der westlichen Welt erst ab dem 14. Jhd. möglich .
Eisenhütten in Schlesien legten dann nochmals eine Schippe drauf , indem sie erstmals im Jahre 1787 Koks und Kupolöfen kombinierten . Damit war es möglich die Temperaturen beständig hoch zu halten .

Einige Punkte zu Aufbau , Struktur und Erscheinung

– Eisenoxide , so wie unsere Farbpigmente , sind nicht metallisch .
– Metalle haben eine sehr gute Leitfähigkeit aufgrund der hohen Beweglichkeit der Leitungselektronen .
– positiv geladene metallische Ionen kommen auch in unserer Umwelt vor ( Boden , Gewässer , Pflanzen und tierischer Organismus ) .
– Nur Kupfer und Gold absorbieren Strahlung aus dem sichtbaren Farbspektrum .
– Viele Metalle neigen zur Umwandlung zu Oxiden oder Sulfiden , so ist bspw. die Patina auf Kupfer so etwas wie eine grüne Rostschicht .
– Das korrosionsbeständigste Metall ist Iridium , das zu 10% neben 90% Platin im Standardmeterbarren enthalten ist .
– Beim Verformen legierter Metalle nimmt ihre Festigkeit in besonderer Weise zu und unterscheiden sich so beträchtlich von denen der Reinmetalle .

Legierungen , die Rezepte der Sternenköche

Da fast alle Metallelemente in Reinform für technische Anwendungen unbrauchbar sind , werden Metalle miteinander verschmolzen .
Erstaunlicherweise treten dabei häufig Veredelungsprozesse in Bezug auf Haltbarkeit , Zähigkeit , Härte und Korrosionsbeständigkeit , auf .
So wie bei den Bronzen beispielsweise , deren Hauptbestandteil Kupfer ist . Es wird legiert mit Zinn , wobei auch noch Anteile von Zink und Blei enthalten sein können .
Durch einen Zinnanteil von 20% Zinn wird eine Bronzelegierung auch Weiß-Bronze genannt . Antike Bronze hat nur einen 10%-igen Anteil an Zinn .
Die Wortschöpfung entstammt dem lateinischen “bronzo” und steht für glänzendes .

Legierungen , denen wir täglich häufig begegnen

– Messing ist eine Kupfer-Zink-Legierung , die einen goldähnlichen Ton ergibt . Es hat selbstschmierende Eigenschaften und eignet sich daher gut bei Türbeschlägen . Im Mittelhochdeutschen war “messinc” im Sprachgebrauch , auch bekannt als “Tombak” .
Vor den Römern war Messing schon vor 5000 Jahren bei den Babyloniern verwendet worden . Es diente als Schmuck , Münzen oder ähnliches .
Es enthält neben Kupfer einen Zinkanteil von 5 bis 45% .
– Stahl ist in seiner einfachsten Form Eisen mit Kohlenstoff bis zu 2 Prozent , wobei das C in fester Form als Eisenkarbid enthalten ist .
Stahl von “stahel” , bedeutete im angel-sächsischen hart und zäh .
Edelstahl enthält Chrom bis zu 18% und Nickel 8% . Es wird auch als VA-Stahl bezeichnet , was für Versuch – Austenit steht .
Ich hatte das schon im Beitrag über Kohlenstoffstahl schmieden , angeschnitten . Austenitisch bezeichnet einen nicht – magnetischen Zustand .
V4A – STahl ist eine Legierung aus Eisen – Chrom – Nickel und zusätzlich Molybdän .
Diese zur Hochindustrie entstandenen Stähle entwickelte Maurer im Jahr 1912 .
– Legierungsgehalte bei Metallen werden in Gewichts/Prozent angegeben .
– Nickel sorgt in VA-Stahl mit mindestens 8% für Korrosionsbeständigkeit , auch gegenüber Säuren und Laugen . So ist diese Legierung häufig bei Küchengeräten
zu finden .
Formgedächtnis – Metalle sind aus einer Titan-Nickel-Legierung .
– Kupfer-Zink-Legierungen ergeben den goldähnlichen Ton des Messing .
– Neusilber ist eine Bezeichnung , die auf die Ähnlichkeit mit Silber zurückzuführen ist . Es wird typischerweise für die Münzherstellung herangezogen und
besteht aus einer Kupfer – Nickel – Zink – Legierung .
– Reines Gold ist weich wie Schokolade und wird daher mit Silber zu “Elektron” legiert .

Eigenschaften und Besonderheiten der 7 antiken Metalle plus Aluminium

Zu Gold

– Goldplättchen können mit eine Dicke von weniger als einem Zehntausendstel mm gewalzt werden ,- Hammer !
Bei den Römern war es die Göttin der Morgenröte Aurora , nach der das sonnige Metall benannt wurde .
Das relativ frühe Gold gewannen die Kelten durch Fluss-Waschen , wie an der Isar . Dabei benutzten sie Holztafeln , die sie mit Wasser übergossen .
Es verblieb das schwerere Gold in der Maserung , was sie mit Hilfe von Quecksilber weiter verarbeiteten .
Im Unterschied zu den Kelten war den Germanen das Gold wenig wert und tauschten es meist einfach ein . Auch Silber erfuhr bei unseren Ahnen keine große Wertschätzung .
Auf der Suche nach Gold hatte der deutsche Chemiker Haber die Idee , aus Meerwasser das darin enthaltene Gold zu gewinnen .
1925 reiste er auf dem Forschungsschiff “Meteor” in den Südatlantik und begann in südlichen Gefilden tatsächlich Gold auf andere Art zu waschen .
Ihm diente Natriumsulfit und Kupfersalz als Trennmittel . Doch musste er feststellen , dass die im Meerwasser enthaltenen Goldanteile viel geringer waren als von ihm angenommen und musste daher daher die Arbeiten abbrechen .
Ausschlaggebend für den Erfindungsreichtum waren die hohen Reparationsforderungen der Alliierten nach dem ersten Weltkrieg in Höhe von 30tausend to. Gold .

Es liegen auf dem Meeresboden unter den hunderttausenden Wracks etwa 2000 Schiffe mit wertvoller Fracht . Darunter viele mit Gold , Edelsteinen , Barren etc. . Die Spanische Flotte hatte im 16. und 17. Jhd. insgesamt über 3000 ihrer Schiffe verloren . Auch kleinere Verbände , wie die der holländischen Ost-Indien-
Kompanie , hatten einen anteilig ähnlich hohen Verlust .
An Floridas Küsten finden sich nach Stürmen immer wieder goldene Dublonen an den Stränden . Vor den Keys versank im Jahre 1554 eine ganze spanische Flotte .
Gold und Macht ist in unserem geschichtlichen Verständnis von herausragender Paarung . Vor diesem Hintergrund ist die Überfallaktion auf den Templerorden im Jahre 1307 des Königs von Frankreich mit Unterstützung des Papstes verständlich .
Er hatte es aufgrund von Schulden und einer Machtverschiebung auf das Gold der Templer abgesehen . In einer logistisch annähernd perfekt organisierten
Aktion lies er im Morgengrauen des 13. Oktober im Jahre 1307 sämtliche Tempelritter verhaften .
Der Zugriff auf den Gold-Reichtum blieb ihm aber verwehrt . Womöglich war es vorher den Rittern des heiligen Tempels von Salomon gelungen , mit dem Gold zu verschwinden . Ihre Flotte war nämlich aus dem Hafen von Rochelle bereits ausgelaufen , als die Schergen des Königs eintrafen .
Zu Lande flohen etliche Ordensmitglieder über die Pyrenäen .
Der Orden war durch ein länderübergreifendes Geld-Verwaltungssystem für damalige Verhältnisse unvorstellbar reich geworden . Noch ein Jahr vor ihrer Auflösung verbrachten Templerschiffe von ihrer Basis in Zypern etwa 150tausend Goldmünzen nach Paris .

Gold war im alten Ägypten dem Göttlichen und damit auch den Pharaonen vorbehalten . Es war gleichgesetzt mit Unsterblichkeit .
Statuen , die Götter und Könige abbildeten , wurden üblicherweise mit Gold überzogen . Hathor war die Göttin des Goldes und Mutter des Gottes Horus .
Sie ist abgebildet entweder als weibliches Rind oder in Menschengestalt mit der Sonnenscheibe auf dem Haupt , die von nach außen zeigenden Hörnern eingefasst ist .
Das Gold ließen die ägyptischen Machthaber auf der Sinai – Halbinsel abbauen und gewonnen wurde es aus Quarzsand . Eine neue Quelle vor 3500 Jahren erwuchs in Nubien , was sich südlich des Nil – Kataraktes befand . Der Name “Nubien” stammt vom ägyptischen Wort “Nub” für Gold .
Tatsächlich herrschte das nubische Königreich in der Zeit von 713 bis 702 vor Christi Geburt über Ägypten .
Durch einen griechischen Geschichtsschreiber ist überliefert , dass in Ägypten das Gold hauptsächlich von Kriegsgefangenen und
verurteilte Verbrecher abgebaut wurde . Die Wachleute stammten von entlegenen anderssprachigen Gebieten , so dass Bestechung kaum möglich war .
Bei manchen Delikten wurden gleich ganze Verwandtschaften des Verurteilten mit dazu verdammt in den Minen zu arbeiten . Dabei waren die Arbeiter völlig nackt und an den Füßen gefesselt . Das Gold konnte schon damals mit anderen Metallen und dem Einsatz von Chlor reduziert werden .
Masken , Hauben , Szepter waren aus purem Gold , so wie der innerste Sarkophag des Tut-Ench-Amun . Er ist aus purem Gold und wiegt über 1000 Kilo .

Zu Kupfer

– Es ist eines der wichtigsten technischen Metalle des Menschen und ist seit mind. 8000 Jahren in Benutzung . Das Wort hat seine Herkunft von der
Insel Zypern und die lateinische Bezeichnung ist “cuprum” . Kupfer ist wie Eisen ökologisch , das heißt es kann leicht eingeschmolzen und wieder neu geformt werden .
Das Metall gilt als die Muse unter seinesgleichen und wird mit der Venus verglichen , ebenso der Kunst und Musik nahestehend .
Interessant ist , dass in Altägypten bereits vor 4500 Jahren Kupferrohre geschmiedet wurden .
An Stelle von Eisen , das im menschlichen Organismus vom Häm-Molekül gebunden ist und zum Sauerstofftransport dient , haben Tiere wie Spinnen , Schnecken und Tintenfische Kupfer im Blut . Daher erscheint ihr Blut auch dunkelblau bis schwarz .

Der Schmelzpunkt von Kupfer liegt bei 1083° Celsius .

Zu Silber

– Das Metall stand namensgebend Pate für das Land Argentinien von lateinisch: “argent” . “Silber” leitet sich wiederum vom angelsächsischem “seolfur” ab .
Es steht im Zeichen des Mondes . In gediegener kommt es nur sehr selten vor .
In der Antike förderten die Griechen das meiste Silber in Laurium nahe Athen , Sizilien und Spanien in der Ära von 300 bis 600 Jahre vor Christus .
Das Ausmaß erreichte etwa 1 Million trojanischer Unzen pro Jahr .
Erst ab dem ersten Jahrtausend , im Hoch – Mittelalter , wurde noch mehr Silber abgebaut als in der Antike . Fördergebiete waren schon damals das Erzgebirge und im Harz .
Silber spielte eine wesentliche Rolle bei Münz-Währungen . Die ersten Zahlstücke waren von größeren Platten grob abgetrennt und hatten einen tatsächlichen
Gewichtswert . Die Anfänge der Münzwährung fallen mit dem Beginn der Eisenzeit vor 2800 Jahren zusammen .
Der lydische König “Gyges” lies las erster Machthaber Münzen prägen und in Umlauf bringen . Das war vor 2650 Jahren und eine Revolution , die fortan das Bezahlsystem bestimmte . Sie waren aus Elektron , einer Legierung , die hauptsächlich aus Gold und einem Bruchteil aus Silber besteht .
430 v. Christus übernahm Rom dieses Währungssystem vom goldenen Aureus bis zum Kleingeld aus einer Kupfer – Zinn – Blei – Legierung . Dazwischen gab es noch den berühmten Silberdenar , der zur Leitwährung in den besetzten Gebieten wurde .
Römer lieferten sich mit Karthago mehrmals Schlachten um die Silberminen im heutigen Spanien .
Durch die Machtverschiebung nach Ost-Rom und dem Niedergang Westroms ab 476 , wurde der goldene Aureus abgelöst vom Solidus .
Im 7. Jhd. des frühen Mittelalters wurden die Goldmünzen aus Elektron von denen aus Silber ersetzt .
Es war der silberne Denar bei den Karolingern . In der Folge entstanden Währungen wie Gulden , Dukaten , Heller , Groschen und im fränkischen Reich wurde der byzantinische Solidus durch den Triens , – seinem Drittelstück , ersetzt . Der Heller hat seinen Namen von der Reichmünszstätte in Schwäbisch Hall zur Zeit der Hohenstaufer .
Taler kommen in Tirol zur Renaissance auf , als Silberäquivalent zum Gulden . Etwa um diese Zeit entwickelte Da Vinci für die Prägeanstalten in Rom
einen Münzstempel mit Präzisionsführung . Das war bitter notwendig , denn damit bannte man die Gefahr , dass an den Münzen aus Edelmetall herumgefeilt
und gebohrt wurde .
Geschlagen wurde der Taler im böhmischen und sächsischem Erzgebirge . Die Taler – Währung wurde von den Staaten Europas übernommen und somit auch nach Amerika , wo er seither als Peso und Dollar als Leitwährung dient .

Die Bezeichnung “cash” stammt aus Asien ,- dort wurde das Bronze – Lochgeld in China bis in das 19.Jhd. “Käsch” genannt und in Indien hieß der kleinste Münzwert “Karschä” .
Im antiken Griechenland brachte die Einführung des Geldes 600 v. Chr. einen wirtschaftlichen Aufschwung . Aufgeteilt waren Talente bspw. in 12 Teile und das entsprechend eigentlich auch im ganzen semitischen Raum . Rom hingegen baute auf ein Dezimalsystem .
Mit der deutschen Reichsgründung 1871 wurde die Mark eingeführt . Der Name ist vom germanischen “Marka” für Gewicht abgeleitet . Auch das Quentchen ist ursprünglich eine Gewichtseinheit , von quintus , – der fünfte .
Mit den Münzen sind etliche Sprüche und Metaphern abgeleitet , beispielsweise wenn man sagt :”Von echtem Schrot und Korn” . – Das hat seinen Ursprung in der permanenten Falschmünzerei , die von den Machthabern über den Münzpächter bis zum Fälscher reichte . Das “Schrot” bezieht sich auf das Rauhgewicht einer Münze mit unedlem und edlem Anteil . Das Korn hingegen meint nur den edlen Anteil , das Feingewicht einer Münze . Der Spruch bedeutete ursprünglich also die Unverfälschtheit , bei der das Verhältnis von Rau-, und Feingewicht stimmte .

Die mindestens bis zum Jahr 2000 gültigen ein-, zwei-, und fünf – Mark Münzen bestanden aus einer Kupfer – Nickel – Legierung , die dem Silber sehr ähnelte . Es hatte auch die Bezeichnung “Silbergeld” .
Dieses hatte ,- wie die jetzigen Euromünzen auch , einen ferromagnetischen Kern für die Erkennung in Automaten . Daneben sind auch Volumen und Abmessung in der Abtastung inbegriffen . Von Blinden können sie zweifelsfrei ertastet werden .

Zu Eisen

– Das Wort “Eisen” stammt wahrscheinlich vom keltischen “isarnon” , was vermutlich zum mittelhochdeutschen “isen” führte .
Bereits vor 2800 betrieben die Kelten eine rege Eisen-Verhüttung mit einfachen Rennöfen .
Das Metall ist das viert-häufigste Element überhaupt und das 2. häufigste , was in der Erdkruste vorkommt .
Es ist deshalb so von Bedeutung , weil es sich hervorragend legieren und damit veredeln lässt .
Die riesige weltweite Produktionsmenge ist auf die hohe Verfügbarkeit sowie Vielseitigkeit des Metalls zurückzuführen .
Reines Eisen ist weich , doch mit Kohlenstoff oder Stickstoff wird es bis um den Faktor eintausend härter . Stahl ist Eisen mit einem maximalen Anteil Kohlenstoff von 2% .
Es hat einen Schmelzpunkt von 1536° , der durch die Hinzugabe von Kohlenstoff sinkt . So liegt der Schmelzpunkt bei einem 4.3%-igen Anteil Kohlenstoff schon bei 1147° C .
Neu-geschichtlich beginnt die Eisen-Zeit vor 2800 Jahren , doch schon tausende von Jahren früher wurde Eisen verarbeitet .
Dieses “frühe Eisen” wird durch Meteoriten erklärt , deren kleinere Brocken einfach vom Boden aufgelesen werden mussten . Terrestrisches Eisen ist mindestens vor 5000 Jahren in Ägypten nachweisbar .
Aber auch die Hethiter beherrschten vor 4000 Jahren das Verhütten von Magnetitsand ( Land der Magneter im alten Griechenland , nach dem später das Magnesium benannt wurde ) .
Rätselhaft ist ein Eisending in der Nähe von Neu-Delhi . Es handelt sich um die Kutubsäule ! Sie steht zu 2/3 eingegraben mit 7 Metern Höhe in die Luft und wiegt 17 to. Es sind keine Schweissnähte zu sehen und auch kein Rost . Sie besteht aus einem chemisch sehr reinem Eisen und ist laut Inschrift angeblich 2900 Jahre alt .

Zu Quecksilber

– Wir wissen , dass das Quecksilber den Menschen seit 3500 Jahren bekannt ist . Vor allem ist es den Verstorbenen beigelegt worden .
Die Römer nannten es hydragyrum , was so viel heißt wie : flüssiges Silber oder Wassersilber . Es kommt auch gediegen vor , aber es wird hauptsächlich
aus Erzen gewonnen . Das schnelle Silber dient auch als Verdünnungsmittel für Silber und Galopp , einer Amalgamlegierung .
Toxisch ist Quecksilber vor allem in organischen Verbindung . So ist es besonders in der Nahrungskette in Fischen und Muscheln zu finden . In fester Form ist es größtenteils unbedenklich und noch vor dreihundert Jahren haben Ärzte den Patienten Quecksilber zum trinken verabreicht .

Obwohl die Menschen in der Antike das Metall kannten , wird es in der Bibel als einziges von den 7 antiken Metallen nicht erwähnt .

Zu Zinn

– Vom angelsächsischem “Tin” und lateinisch “staunum” = tropfend ! “Staniol” , das silberne Papier ist vielleicht davon abgeleitet .
Zinn hat skurrile Eigenschaften , denn es dehnt sich bei unter 13° aus und gibt “Schreie” von sich . Dieses Verhalten ist auf die Veränderung der kristallinen Struktur zurückzuführen . Besonders England ist für seine reichlichen Zinnminen bekannt und als der englische Techniker Andrew Yawanton 1665 nach Sachsen reiste , um mehr über die Herstellung von Weißblech zu erfahren , fand er bereits eine Industrie mit mehr als 80 tausend Arbeitern vor .
Zinn wurde hauptsächlich im Fichtelgebirge und in Cornwall , auch Tin-Land genannt , – abgebaut .
Vor allem kommt dem Metall in der Haltbarmachung von Lebensmitteln eine bedeutende Rolle zu . Die ersten luftdicht und erhitzten Lebensmittel waren in Glas eingeschlossen und bewährten sich bei der Marine . Doch für die Truppenverpflegung zu Land erfanden Franzosen und Engländer zur Zeit der napoleonischen Kriege die Dose aus Weißblech und sie wird bis heute hergestellt . Zinn ist auf dem Stahlblech als Korrosionsschutz aufgetragen , wobei dieses Prinzip sich
auf Baustahl und allgemein Stählen wiederfindet .

Zu Zink

– Die stacheligen Zinkerze sind wortgebend für die “Zinke” beispielsweise und es ist vom lateinischen “cincum” abgeleitet . Es ist den Menschen mindestens so
lange wie Quecksilber bekannt , also seit 3500 Jahren und das zuerst in Indien und China . Erst zur Zeit der frühen Industrialisierung ab dem Jahr 1732 konnte aus Erzen reines Zinn gewonnen werden . Es wird verwendet für die Haltbarmachung von Metallen und das Zink-Oxid wird in Cremes und Shampoos verarbeitet .
Zink schmilzt schon bei 232° .

Zu Blei

– Die englische Bezeichnung “lead” für Blei entstammt dem angelsächsischem “laedon” . Römer nannten es “plumbum” , was vielleicht mit dem deutschen “plump”
zusammenhängt . In dem Kult-Film “Dune – der Wüstenplanet” setzen die Wüstenkrieger “Plumber” , der den großen Wurm anlockt .
Blei steht also nicht nur für Gewicht , sondern auch für Schwere und Schwerfälligkeit .
In der Natur kommt es nicht gediegen vor , sondern wird aus Mischerzen gewonnen . Blei hat einen Schmelzpunkt von 327° und wurde früher häufig mit
Zinn verwechselt . Griechen sowie Römer verwendeten Blei neben Kupfer für den Bau von Rohren und das ebenso bei uns bis in die Nachkriegszeit .
Blei diente auch zum Gießen von Kugeln für Flinten und Büchsen , weswegen viele mehr wegen der Bleivergiftung starben , als an inneren Verletzungen .
Auch wurden Fässer mit Blei bereift und Geschirr daraus hergestellt . Römer , Karthager , Griechen und andere bauten Blei bis in die Neuzeit
in Spanien ab . ‘Zigtausende von Sklaven ließ das römische Empire in den Minen arbeiten , da Italien selbst kaum Bodenschätze hatte .
Hierzulande war der Harz mit zahlreichen Bleihütten besiedelt . Der Abbau verlor erst an Bedeutung durch die industrielle Eisenverhüttung , spätestens
ab 1925 und fiel in seiner Bedeutung hinter Eisen , Kupfer , Alu und Zink , zurück .

Zu Alu

– Alu von Alaun , auch bekannt unter Kalium – aluminium – sulfat . Es ist das am häufigsten vorkommende Metall in der Erdkruste .
Etwa 8% der 16km dicken Schicht entfallen auf das Alaun . Vorwiegend ist es eingeschlossen in Bauxit , auch Alu-Erz genannt , und un Alumosilicate .
Nach Sauerstoff und Silicium ist es zudem das dritt-häufigste chemische Element . Das Alu wurde wie so viele andere Metalle erst vor etwa zweihundert Jahren im Jahre 1827 durch Wöhler entdeckt . Er verwendete für die Reduktion Alu-Chlorid mit Kalium .

Geschichtliche Ergeignisse , Entdeckungen und Besonderheiten rund um Metalle

– Auf der Suche nach künstlichem Gold entdeckten zwei Alchemisten in Sachsen das Porzellan . Es waren die Herren Böttger und von Tschirrnhaus im Jahre 1717 .
– Chrom , – die Entdeckung geht auf ein Mineral zurück , was Mineralogen im 18. Jhd. fanden . Sie nannten es Krokoit oder auch rotes Blei aufgrund seiner
rötlichen Färbung . Es gelang schließlich Bunsen 1854 das Reinmetall daraus zu gewinnen . Später um 1900 fand man ein industrie-taugliches Herstellungs-
verfahren . Es wurde besonders für die Produktion von Edelstahl gebraucht .
– Magnesium ,- Ebenfalls im 18. Jhd. beschreibt ein Schotte erstmals Magnesiumsalze . Die Reduktion zum Reinmetall gelang in der Folge einem Engländer im Jahre 1808 .
Interessant zu Magnesium ist u. a. , dass im Meerwasser / m³ etwa 1.3kg Magnesium enthalten ist . Namensgebend ist die Region der Magneter in Griechenland , wo es sehr früh gefunden wurde und dort reichlich vorkommt .
– Krupp ,- ein Synonym für Stahl von herausragender Qualität . Dabei ist das Unternehmen bereits zur Zeit Napoleons von Friedrich Krupp gegründet worden und zwar:
“Zum Zwecke der Verfestigung des englischen Gussstahls und aller daraus resultierenden Fabrikate” . Die von Napoleon verhängte Kontinentalsperre gegenüber England bescherte dem Unternehmen einen wirtschaftlichen Aufschwung . Es folgte 1826 der erst 14-jährige Alfred Krupp seinem verstorbenen Vater an die Firmenspitze und schaffte es trotz Firmenschulden die 7 Mitarbeiter zu behalten . So langsam kam die Eisen-, und Stahlindustrie in Fahrt , besonders aufgrund der Eisenbahn . Dafür lieferten die Krupp-Werke neben Achsen , Federn und etlichem anderen die gewalzten Eisenbahnreifen .
– Die Erfindung im Jahr 1862 durch Bessemer mittels Ausblasen unerwünschter Bestandteile während des Schmelzens veranschaulicht gut die immer stärker
werdende Beherrschung der Metallgewinnung , die ja generell mit einem enormen Energieaufwand einhergeht .
Zur Zeit des Herrn Bunsen hauchten tausende Schlote im ganzen Land schwarze Rauchwolken aus und waren verantwortlich für schwarze Gesichter , rote Augen sowie Husten .
Einen starken Impuls für den industriellen Fortschritt hatten die seit 1851 organisierten Weltausstellungen , in denen abertausende Aussteller für Aufmerksamkeit buhlten und herausragende Erfinder mit Gold geehrt wurden .
Ihre Namen gingen in die Geschichte ein .
– Titan ist von dem Berliner Chemiker Klaproth im Jahr 1795 entdeckt worden . Wie Aluminium ist es reichlich in der Erdkruste vorhanden , doch muss es
ebenfalls in einem chemischen Verfahren gewonnen werden . Das Schmieden ist außerdem sehr energieintensiv , doch weist das Resultat beachtliche Festigkeitswerte auf bei relativ geringer Dichte . Es wird in der Medizin in hoher Reinheit verwendet , während für etliche mechanische Anwendungen Titan mit Aluminium und Vanadium legiert ist .
– Vanadium ist nach der nordischen Göttin Vanadis benannt und Thorium nach Thor , was 1828 entdeckt wurde . Es ist bekanntlich ein radioaktives Element .
Die Vorräte weltweit übersteigen alle gespeicherten Energien in fossilen und anderen Brennstoffvorräten wie Uran . Eigentlich eine perfekte Energiequelle , doch sind Thorium – Isotope instabil und das Zerfallsprodukt hat eine sehr hohe Halbwertszeit .
– Ein weiteres Radioaktivum ist Uran , mit dem vor 200 Jahren Farbe hergestellt wurde . Außerdem nahmen es Apotheker für das Herstellen von Heilwassern . Zuletzt spielte Uran eine
wesentliche Rolle beim Bau der ersten Atomwaffen .
– Selen findet man als weiteres Spurenelement im menschlichen Organismus . Es ist benannt nach der griechischen Mondgötting . Bei seiner Entdeckung wurden auch gleich
noch zwei weitere Metalle gefunden . Tellur und Cer ! Benannt nach römischen Fruchtbarkeitsgöttinnen .
– Palladium , von dem Engländer Wollaston anno 1803 entdeckt , wird gegenwärtig beispielsweise in Katalysatoren verwendet . Pallas war ein Beiname der Göttin Athene und wohl bei der Namensgebung verantwortlich .
– 1735 entdeckte Brandt das Kobalt , was auf Kobolde zurückgeht . So schreibt Raabe: ” Die umtriebigen Zeitgenossen wurden in der Frühzeit der Eisenverhüttung
mitunter für Sabotage verantwortlich gemacht ” . Es ist eines der “farbigen Metalle” und findet sich in der Bezeichnung “kobaltblau” wieder .
– Nickel ist ebenso ein Vertreter der Geist-, und Mythenwelt . Er ist ein Bergwichtel oder Bergteufel ,- wohl so eine Gestalt wie der kleine Hellboy !
Die sächsischen Bergleute bezeichneten das Kupfernickel als totes Mineral , was sie für ein Kupfererz hielten . Da sie aber daraus kein Erz gewinnen konnten , musste es von einem Bergnickel verzaubert worden sein . Die neuzeitliche Forschung klassifizierte es als Nickelarsenid .
1751 entdeckte Cronstedt das Nickel , was heute in alltäglichen Gegenständen und auch in der High-Tech Industrie viel Verwendung findet .
– Wolfram heißt im englischen “tungsten” . Dies wiederum stammt aus Skandinavien und hat die Bedeutung “schwerer Stein” .
Im deutschen allerdings hat die Bezeichnung einen wortwörtlichen Hintergrund . Im sächsischen Raum hatte man es zusammen mit Zinnerzen unbeabsichtigt mit –
gefördert . Da allerdings das Wolframit erst bei über 3400° C. schmilzt , verblieb es zusammen mit der Schlacke im Ofen .
Eine Erklärung musste her und wo es verflixt zuging , da sind Sauen und Wölfe zu finden . So war es dann auch der Wolf , der über Nacht das Zinn auffraß . Dabei hinterließ er den Rahm , der ihm von den Lefzen tropfte und im Ofen dann als Wolf-Rahm zurückblieb .
Wolfram hat von allen Metallen den höchsten Schmelzpunkt und konnte daher erst zur Hoch-Industrie verarbeitet werden .
Es wurde erstmals bei der Weltausstellung in Paris der Öffentlichkeit im Jahr 1900 präsentiert .
Hauptsächlich wird es mit Stahl legiert .
– Beryllium entstammt in seiner Wortfindung dem griechischen “beryllos” , was süß bedeutet . Mineralogen hatten und haben wohl noch die Angewohnheit , Objekte
ihres Interesses abzuschmecken . Demnach hat Beryllium einen süßlichen Geschmack , allerdings ist es auch toxisch .
– Wismut von wis-mut ,- weiße Masse , ist bereits im 15. Jhd. von einem Alchemisten isoliert worden . Leider ist er unbekannt geblieben . Es ist das schwerste
chemische Element unter den nicht-radioaktiven . Der sehr niedrige Schmelzpunkt dient beispielsweise in Sprinkleranlagen als Sicherung .
– Antimon wurde schon vor 5000 in Mesopotamien zu Gefäßen verarbeitet sowie von Römern und Ägyptern als Schminke verwendet .
– Osmium stammt ebenfalls aus dem griechischen ( osmeo = ich rieche ) und wurde erst 1803 neben Iridium gefunden . Es ist sehr hart und schimmert in einem
blau – weiß . Es ist in der Luft , im Wasser und gegen viele Säuren beständig . Leider ist es höchst selten mit einer jährlichen Förderung von gerade mal 60kg . Dennoch findet es Verwendung als härtende Komponenten bei Legierungen für Injektionsnadeln bspw. .
Nach Wolfram und Rhenium hat Osmium den dritthöchsten Schmelzpunkt unter den Metallen .
– Lithium ist das leichteste aller Metalle . Da es vom griechischen “lithos” kommt , wird es mit einem “t” gesprochen . Es wurde 1817 von einem Schweden entdeckt . Mit Natrium , Kalium , Rubidium , Cäsium und Francium , wird es zu den Alkalimetallen gezählt . Das arabische Wort “kalja” bedeutet Asche und “al” steht für den Artikel , so wie bei der Al-Chemie .
Kalium , engl.: potassium ,- entstammt ebenfalls dieser Wortfamilie .
– Platin war sehr lange unentdeckt und so wussten auch die Spanier mit dem Metall anfangs nichts anzufangen , als sie es von den Mayas einkassierten .
Sie konnten es schlicht nicht verschmieden . Platin besitzt die bemerkenswerte Eigenschaft große Mengen an Wasserstoffgas aufzunehmen und außerdem wird es sehr hart , wenn es mit Iridium legiert ist .
– Zirconium , ist neben Titan ebenfalls durch Klaproth seit dem Jahre 1789 bekannt . Der Name hat auch hier wieder arabische Wurzeln mit “zargem” , was goldfarben bedeutet .
Das Metall ist sehr korrosionsbeständig . In der Chemie wird eine solche Eigenschaft als “inert” bezeichnet , was soviel wie träge und unbeteiligt bedeutet .
– Molybdän , vom griechischen “molybdos” für Blei stehend , ist auch erst 1781 durch den Schweden Hjelm entdeckt worden .
Früher wurde es oft mit Bleierzen verwechselt .
– Cadmium , ein Schwermetall , ist seit 1817 durch Stromeyer bekannt . Verwendung findet es häufig in Schutzschichten als UV-, und Wetterschutz in PVC und auch
bei Akkumulatoren . Es ist ebenso in Lebensmitteln und im Zigarettenrauch enthalten .
– Mangan gibt es reichlich auf dem Meeresboden in Form von Knollen wie im Pazifik vor den Küsten Peru’s . Sie sind max. etwa 10 cm im Durchmesser und enthalten außerdem
Kobalt und Nickel . Eigentlich ging die Wissenschaft davon aus , dass sich deren Wachstum auf tausende von Jahren ausdehnt , bis Brocken gefunden wurden , die mit Bierdosen .. . “verwachsen” waren .
Nach der gängigen Theorie lagern sich in Wasser gelöste Mineralien um einen Kern ab und lassen so die Knollen entstehen .
Dieses Prinzip ist wohl auch in etlichen anderen Bereichen zu erkennen , wie bei der Bildung von Wolken etwa , wo sich um ein Kernkondensat bei günstigen Bedingungen das Wachstum vollzieht .

Alchemie

Der Name entstammt dem arabischen Raum oder präziser dem alt-ägyptischen . ” Khem ” ist das Volk der Ägypter und ” khemia ” bedeutet so viel wie Kunst . “Al” stellt den Artikel , so wie bei der Al-kalie .
Die Alchemie hatte in seinem Kern die Intention der Veredelung mittels Transmutation . Dabei spielen innerhalb der Naturgesetze die Aggregatszustände eine wesentliche Rolle .
Das passiert und passierte in erster Linie durch Feuer .
Da in dieser Philosophie und Logik eine “prima materia” , also eine Ur-Materie existiert , war die Suche danach der Stoff , den es zu suchen galt .
Diese Materie , auch als Stein der Weisen genannt , hatte die Macht der Materieveränderung sowie Krankheiten zu heilen und ewiges Leben zu spenden .
Ohne Geschlecht sei die reinste aller Materien und die Alchemisten glaubten , es im Quecksilber erkannt zu haben .
Dem Quecksilber müsste nur noch die kosmische Lebenskraft eingehaucht werden .
Bei all dem Prozedere spielte auch die Sternenkonstellation eine Rolle .
Die Grundgedanken gehen zurück auf die Theorie des Aristoteles und die Sicht des Platons rückte in’s Hintertreffen .
In der Alchemie geht es im Grunde um drei Sphären , wofür der Schwefel , das Quecksilber und das Salz eine Art Code oder Metapher sind .
Der Schwefel steht für den Geist , das Quecksilber für die Vermittlung von dem materiellem und geistigem und das Salz ist der Körper .
Stellvertretend für alle Metalle steht das Quecksilber außerdem , der Schwefel für das Feuer und das Salz für Wasserlöslichkeit und Geschmack .

Leider ist die hohe Kunst der Veredelung dazu verwendet worden , dem materiellen Verlangen nach Gold nachzugeben .
Bekanntlich litten etliche Fürsten Europas an Verschwendungssucht , getrieben von dem Verlangen , es dem französischem Sonnenkönig gleichzutun .
Chronischer Geldmangel war die Folge , so auch beim sächsischem König August dem Starken . Er ließ sich auf den jungen Apotheker , Alchemisten und Goldmacher Johann Friedrich Böttger ein . Sein Ruf als Goldmacher geht auf ein Ereignis zurück , als Böttger nach seiner Lehre als Apotheker vor anderen fachkundigen Personen Gold herstellte . Die Kunde davon war von so hohem Gewicht , dass sich August der Starke persönlich der Sache annahm und von Böttger verlangte , ebenjenes Künststück nochmal fertig zu bringen . Böttger war gerade mal zwanzig , konnte jedoch gut in höfischen Kreisen . Er bekam reichlich Mittel für seine Arbeiten sowie ein eigenes Labor . Letztlich gelangen ihm , von Tschirrnhaus und anderen die Herstellung von Porzellan mithilfe heißer Schmelztiegelöfen , in denen sie Ton, Quarz und ein Flussmittel zusammengaben . Gold herzustellen war dem jungen Böttger nicht geglückt , doch machte der König mit dem Porzellan haufenweise Asche .

In Bezug auf Alchemie und die Entwicklung zu einer empirisch anerkannten Naturwissenschaft sind bestimmt einige wichtige Weichen gestellt worden , wobei eine davon auf Robert Boyle ( 1627 – 1691 ) zurück geht . Er glaubte an Materie die aus verschiedenen Teilchen besteht und die sich unterschiedlich bewegen .
Die Auffassung vom Feuer als bestimmender Analysator schwächte er stark in seiner Bedeutung , als er das nasse Analyseverfahren einführte .
Es folgte ebenfalls eine Einführung von Struktur und Systematik in die Chemie ( Chymia ) und damit eine Fachsprache .

Dazu schreibt Dirk Raabe: ” Die Alchemisten waren auf der Suche nach Gold gar nicht so verkehrt . Schließlich hat Quecksilber nur ein Proton mehr als Gold .”

Mystik

Wie einleitend schon angedeutet , ist das Unerklärliche auf die Mystik ausgewichen . In der Rückschau finde ich das nur logisch , dass sich das Reich der Mythen auf diese Weise bereicherte . Mit dem Glauben an die Mystik geht nicht nur Dichtung und Aberglaube einher , sondern ist auch mit Tatsächlichem durchdrungen . Besonders die Gegensätze waren zur vorindustriellen Zeit in der Verarbeitung und Erscheinung von Metallen sehr deutlich .
So bei der Verhüttung bis zum Schmied , der im Dunkeln leise die Geister für das Gelingen seines Werks beschwört .
Das wurde beispielsweise bei den Glockengießern sehr lange gepflegt , schließlich war mit dem Herstellen einer solchen viel Schweiß und Arbeit verbunden .
Was wir evtl. im vorigen Jahrhundert aus Erzählungen älterer Menschen noch erfuhren , war ein letztes Aufflackern von Mystik und Zauberwelt .
Die Zauberei ist vielleicht als die Einwirkung zu sehen inmitten der Mystik in besonderen Momenten. So haben sich Funken und Sterne erhalten als Ausdruck eines Moments , in dem so viel Geist als möglich zu manifestieren der Ausübende sich zu wünschen vermag .

Sternenstaub

Es gibt immer wieder Hinweise darauf , dass das leicht einzusammelnde Material von Meteoriten vielfach genutzt wurde und das schon vor sehr langer Zeit .
Wahrscheinlich ist , dass es vor dem Abbau unter Tage die Hauptquelle an Metall war ,- zumindest in bestimmten Regionen und Kulturen .
Außerhalb der Erde bestehen die Brocken aus Eis, CO2 , Eisen und Gestein . Dort ziehen sie als Asteroiden ihre Bahnen um Planeten und Kometen schießen durchs Weltall , einen mehrere Millionen Kilometer langen Schweif nach sich ziehend .
Permanent verlieren Kometen Brocken , die Meteoriden . Sie sind einige Kubikmeter groß und werden manchmal bei Nacht sichtbar wenn sie glühend die Erdatmosphäre treffen . Wenn sie es schaffen ohne komplett zu verglühen und als Sternenstaub nieder zu gehen , treffen sie als Meteoriten auf die Erdoberfläche .
Bisher wurden schätzungsweise etwa 10tausend solcher Sternbrocken gefunden und eingesammelt .
Es gibt von denen vier Varianten . Also welche aus Stein , aus Eisen , aus Eisen mit Stein und dann noch welche aus Glas .
In der Fachsprache heißen sie Aerolithe , Siderite , Siderolithe und Tektite .
Besonders die Eisenmeteoriten enthalten einige Prozent Nickel und kommen in dieser reinen Eisen-Nickel- Ansammlung in der Erdkruste nicht vor .

Glocken

Da besonders durch die Glocken das Metall zum Klingen gebracht wird , will ich das Thema nicht auslassen .
In Deutschland ist eine richtig Große nicht der Waffenproduktion zum Opfer gefallen . Die Kaiserglocke hängt im Kölner Dom und wiegt beachtliche 27to. .
Die wohl größte Glocke überhaupt steht in Russland , der größten Eisenexporteur des 19. Jhd. .
Dort steht die Zarenglocke in der Nähe des Kreml mit einem Gewicht von über 200to. .
Aufgrund eines Brandes verrichtete sie ihren Dienst lediglich einige Jahrzehnte . Beachtlich jedoch sind die Ausmaße , der erfolgreiche Guss und letztlich die Bewältigung des Gewichts beim Bau des Glockenturms .
Die ersten christlichen Glocken verwendeten wohl koptische Christen in Ägypten im 3. Jhd. des Herrn .
Lange vorher schon waren für die Chinesen Glocken die Verbindung zwischen Himmel und Erde . Im Gegensatz zur westlichen Welt werden sie in Asien von außen angeschlagen , was ich persönlich  für eine gute Idee halte .
Nebenbei konnten die Glocken auch als Getreide-, und Längenmaß verwendet werden .
Glocken waren tonangebend im gesamten chinesischen Kaiserreich .
Sie gab es in unterschiedlichen Dicken und Formen aus Bronze und auch welche aus Blei .
Bei den Römern war die Glocke vornehmlich für den Stundenschlag und als Warnglocke im Gebrauch .

Feines und Filigranes aus Eisen

Das Eisen erlebte von Preußen ausgehend eine Renaissance im 19. Jhd. , im besonderen ausgelöst durch die napoleonischen Kriege .
Um sich vor den Franzosen zu wappnen war dem Staat jede erdenkliche Einnahmequelle willkommen .
Dazu rief die Königin , Marianne von Preußen dazu auf ,- Gold und Silber zu spenden .
Auch wenn es anfangs nichts half , so versetzten doch die Preußen mit den Engländern einige Jahre später in der Schlacht von Waterloo den sieg-verwöhnten Legionen Napoleons den Todesstoß . Das war 1815 und das Eisen kam in Mode .
Goldschmiede in Berlin griffen diesen Aufruf der Königin nochmals auf und gravierten Eisenringe mit der Inschrift ” Gold gab ich für Eisen ” .
Es ist absolut erstaunlich wie filigran die Teile gegossen wurden mit zierlichen Ringen , gotischen Formen , Ranken , Blüten und anderem .
Tragischerweise ist die verantwortliche Gießerei Mitte des 19. Jhd. abgebrannt und mit ihr das Wissen um dein zierlichen Feinguss .
Das “Fer de Berlin” wurde weltberühmt und die Idee sein Edles zu geben um den harten Kern , das Eisen , zu bewahren , lebte in den Herzen vieler weiter .
Bismarck griff in seiner Blut , Schweiß und Eisen – Rede diesen Geist wieder auf .

Ornament – Eisen – Guss

Dem filigranen Eisen aus Berlin ging eine Entwicklung voraus , die bereits im 17. Jhd. schön gegossene Ofenplatten hervorbrachte .
Für eine Art Modulsystem mussten die Stücke so gegossen werden , dass sie zu einem brauchbaren Ofen zusammengebaut werden konnten .
Die Fronten erhielten oft eine Abbildung der Jagd , Jahreszeiten , Feierlichkeiten und anderem .
Wegweisend war die Einführung Ende des 18. Jhd. von effizienteren Schmelzöfen , wie dem Kupolofen , der mit Koks beheizt wurde .
In der Folge wetteiferten und schmiedeten die Staaten was das Zeug hält . Davon zeugen heute noch prächtige Brücken , Geländer , Denkmäler , Straßenlaternen und etliches andere mehr .

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